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Unter Kunden, Komödianten und wilden Tieren : Lebenserinnerungen : (Fortsetzung) : Ausflug nach Dänemark
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Herrenmenschen

Klammern befestigten. Das war kaum geschehn, so senkte sich auch schon die linke Seite des Flosses und ging so tief unter Wasser, daß die Bedienungsmannschaften der vorder:? linken Lappen, wozu auch ich gehörte, bis an den Hals in das eis­kalte Wasser gerieten. Die Strömung hatte die Bretterlagen, auf denen die Lappen ruhten, weggerissen, und uns war der Boden unter den Füßen verloren gegangen. Jeder ergriff, was er gerade zu fassen bekam, und aller Gesichter waren vor Schrecken kreideweiß. Ein Bauer, der auf der Rüdesheimer Seite stand und Zeuge des Unfalls gewesen war, schlug die Hände über dem Kopfe zusammen, was auf mich trotz dem Eruste der Lage einen außerordentlich komischen Eindruck machte. Das Floß hob sich endlich, und die Stämme kamen wieder zum Vorschein, aber die Verwüstung war groß, wir mußten die Bretter auf der Mitte des Flosses wieder zusammensuchen. In aller Eile wurden die Stellagen wieder aufgebaut, die Lappen darauf gelegt, und dann wurde die Reise fortgefetzt. Der Unfall war dadurch end- stcmden, daß das letzte Hochwasser eine Sandbank zusammengeschlemmt hatte, die gerade in der Fahrstraße lag. Wir mußten den ganzen Tag in unsern nassen Kleidern an den Rudern stehn und begrüßten mit doppelter Freude den Augenblick, wo in Camp geländet wurde. Unsre Gefährten, für die die Reise glücklich ab­gelaufen war, zahlten jeder ein oder zwei Groschen zu Schnapsfür die Wasser­beschädigten."

Am vierten Tage luden wir zuvor iu Camp einen Teil des Holzes ab und fuhren dann weiter bis Linz. Am fünften Tage gelangten wir nach Köln, uuserm Reiseziel, wo das Floß auseinandergenommcn, und wir entlassen wurden.

(Fortsetzung folgt)

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Herrenmenschen

Roman von Fritz Anders (Max Allihn) (Fortsetzung)

ittlerweile war der Frühling gekommen und auch schon wieder ge­gangen. Er kommt dortzulande später als anderwärts, wenn er aber kommt, dann mit Macht, und Wald und Feld können gar nicht schnell genug ihre Pracht entfalten. Und je weiter nach Osten, desto kürzer ist das Regiment der Übergangszeit. Das russische Hinterland hotte sich erwärmt und heiße Winde gesandt, die dem Frühling seinen Blumenkranz schnell verwelkt vom Kopfe warfen und das Korn mit Macht hervor­riefen. Die Kühe und Pferde waren auf der Weide, und draußen auf der See schwebten die Segel der Fischereiflotte. Und der Inspektor Schlewecke mit seinen Leuten zog Gräben, um das Unland in der Nähe des Bruchs trocken zu legen.

Der Doktor aber ritt in den Wald und traf sich mit Eva an der verabredeten Stelle. Meist waren beide zu Pferde, und da sie schon mehr als einmal von Holzarbeitern bei ihren Spazierritten gesehen worden waren, so verlegten sie die Zusammenkunft in die entlegnem Teile des Forstes, dahin, wo die Elche ihren Stand hatten. Schade, daß der alte Jakob nicht mehr lebte, das war Evas be­sondrer Liebling gewesen.

Es war ja nun schon manche Woche seit der Nacht vergangen, in der Eva sich ihren Doktor gerettet hatte. Wer die beiden beobachtet hätte, wie sie mit­einander verkehrten, wie der Doktor seine Eva auf Händen trug, und wie Evas Gesicht strahlte, wenn ihr Doktor am Horizont auftauchte, würde sie für glückliche Brautleute gehalten haben. Und sie waren es auch. Und doch war in verborgner