Die Tage von (Lhamvigny und Villiers
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»-^^ürttembergische, sächsische und pommersche Truppen feiern am November und am 2. Dezember die Wiederkehr der für ^Freund und Feind ehrenvollen Tage, an denen vor fünfunddreißig Jahren die Armee von Paris, wie sich der Chef des ! Großen Generalstabs in einem an den General von Werder er- gcmgnen Befehle vom 8, Dezember 1870 ausdrückte, „Durchbruchsversuche im großen Stil" unternommen hatte. Sie werden von uns Deutschen als die Schlacht bei Villiers an der Marne, von den Franzosen als die bei Champigny- sur-Marne bezeichnet. Die geschichtliche Abteilung des Großen Generalstabs im zweiten Teile des „Deutsch-französischen Kriegs" und General Ducrot in seiner vvtönsö äs ?a>ris haben das allgemeine Bild und die Episoden dieser Kämpfe veranschaulicht, auch sind in zahlreichen Rcgimentsgeschichten und Monographien die Taten und die Schicksale einzelner Abteilungen und Persönlichkeiten verzeichnet worden. Was hier beabsichtigt wird, ist, dem Leser, den das Andenken an ein von seinen Landsleuten geleistetes, mehr solides als in die Augen fallendes Stück Arbeit erfreut, eine zusammengedrängte Übersicht dessen zu geben, was den besondern Charakter der beiden Gefechtstage und überhaupt der Dienst- und der Lebensverhältnisse der zur Einschließung der französischen Hauptstadt verwandten deutschen Truppen ausmachte. Für diesen Zweck ist der köstliche Lapidarstil, in dem das Generalstabswcrk geschrieben ist, nicht geeignet; es soll zwanglos geplaudert werden, wie der Jäger von seinen Jagdabentenern, wie der Reisende von seinen Reiseerlebnissen erzählt. Die echt waffenbrüderlichc Unterstützung, die bei Villiers drei ihrer Herkunft und ihrer Art nach so verschiedne Teile der deutschen Armee einander leisteten, hat sich in der rühmlichen Sitte vererbt, daß von den Truppen, die in diesen Tagen Erinnerungsfeste begehn, mit wafsenbrüderlicher Wärme und Begeisterung derer gedacht wird, die zur Rechten und zur Linken von ihnen gestanden haben; es wird deshalb am Schluß dieser Skizze eine gedrängte Übersicht der an der Schlacht beteiligten Truppenteile unter Beifügung der von ihnen erlittnen Verluste gegeben werden. Die Gefechtsverluste eines Truppenteils sind zwar an sich kein selbständiger Maßstab für die Beurteilung seiner Leistungen, da eine Truppe mit verhältnismäßig geringen Opfern großes und wesentliches leisten kann, aber sie lassen erkennen, wo der Kampf von ihr mit einem an Zahl überlegnen Gegner oder sonst unter erschwerenden Umstünden geführt worden ist, und da, wo große Verluste die Brauchbarkeit der Truppe nicht aufgehoben und deren Verband nicht gelockert haben, kann sie auf die Hohe der Verluste in dem Sinne stolz sein, daß sie sich sagt: Es ging heiß her, aber wir blieben kühl.
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