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Unter Kunden, Komödianten und wilden Tieren
auf des Berges Gipfel." Erst als reifer Mann und nach einem Kampfe, der einem jeden Bewunderung abzwingen muß, hielt er die Wunderlampe in seiner Hand und lernte ihren rechten Gebrauch, und deswegen ist es an H. C> Andersen nicht das am wenigsten Große, daß er zu allen Zeiten als Typus der bewußten, unbeugsamen Energie dastehn wird.
Es ist ein Glück für ein Volk, religiös erzogen zu sein, und es ist ein Glück, historisch erzogen zu sein, es ist aber auch ein Glück, poetisch erzogen zu sein, schon früh dazu erzogen zu sein, Sinn für die ewige Herrlichkeit der Poesie zu haben. Und ist das dänische Volk von Kindesbeinen an gewöhnt, ein Ohr für den Klang der Dichtung und ein Auge für ihre Bilder zu haben, so ist dieses Verdienst mehr als jedem andern Andersen zuzuschreiben. Er ist der erste Dichter, dessen Bekanntschaft ein dänisches Kind macht:
Die Lampe brennt, die Mutter näht,
Der Vater liest Märchen uns' vor noch spät,
Prinz und Prinzeßchen sehn wir auf Zehn
Leise über den Teppich gehn.
Die Zwerge kobolzen, die Elfen tanzen,
Und Zinnsoldat stramm steht mit Gewehr und Ranzen.
Johann Krohn
Wer von uns hat nicht aus den Zeiten der Kindheit die Erinnerung an die Feierstunden bewahrt, wo das Buch hervorgeholt wurde, und die ganze Wunderwelt des Märchens aus seinen Blättern aufstieg! Und welche Wonne ist es nicht für den Ältern, nur in seinem reichen Bilderschatz zu blättern und sich bei jeder einzelnen Zeile in das Verlorne Zauberland des Märchens zurückversetzen zu können! Das ist eine Wonne, die mit der der Asen verwandt ist, wo sie in dem betauten Gras die goldnen Würfel fanden, mit denen sie am Morgen der Zeiten gespielt haben.
Ehre dem Dichter, dessen Werke ein Volk aus der Kindheit durch das ganze Leben zu geleiten vermögen!
Unter Kunden, Komödianten und wilden Tieren
Lebenserinnerungen von Robert Thomas (Forlsetzung)
ie Musiker reisten nun nach Hause in die Pfalz, und wir veranstalteten keine Vorstellungen mehr. Wir beschäftigten uns während der schlechten Jahreszeit mit dem Reparieren und dem Erneuern des Anstrichs, schlachteten wöchentlich zwei bis drei Pferde und hatten eine Zeit lang unter der ungewöhnlich großen Kälte, die bis zu fünfundzwanzig Grad stieg, zu leiden. In der Remise war anfangs kein Ofen, und das Fleisch mußte, bevor es verfüttert wurde, aufgetaut werden. In der Mittagstunde wurde in aller Eile gereinigt, gefüttert und getränkt, reichlich Stroh gestreut, und dann wurden alle Wagen wieder sorgfältig geschlossen. Als die Kälte länger andauerte, liehen wir uns einen Ofen, mit dem wir die Temperatur