Beitrag 
Zwei Werke über die Sprache :
(Fortsetzung)
Seite
312
Einzelbild herunterladen
 

Zwei Werke über die Sprache

X^/^

MW

(Fonsetzung)

un zu dein Erfreulichen! Der erfreulichen Nummer 2 nämlich; was Nummer 1 betrifft, so kann, wer Mauthner plündern will, ein sehr großes und schönes Bukett guter Einfälle znsnmmen- suchen, Mauthner übt seine vernichtende Kritik anch am Materia­lismus, uud hier mit durchschlagendem Erfolg. Er vermag zwar über die längst erledigte Angelegenheit nichts Neues zu sagen, aber es ist doch er­freulich, daß er das richtige Alte seinen Brüdern im Atheismus so grob und offen sagt. Ich kann hier natürlich nicht seine Ausführungen, sondern nur ein paar zusammenfassende Kraftworte wiedergeben.Der Materialismus hat das ge­waltige Verdienst, die theologischen Mauern eingerannt zu haben. fDas ist nicht ganz richtig; er hat dabei mir geholfen; die Hauptarbeit haben die idealistische Philosophie, die Psychologie und die historische Kritik geleistet^ Dazu gehört ein dicker Schädel, und wirklich ist die Beschränktheit des Materialismus fast ebensogrvß wie die seiner Gegner. jBitte, bedeutend größeres Als praktischer Lebensgruudsatz ist der Materialismus eine Schlauheit, als Weltanschauung ist er die platte Dummheit. . . . Ich möchte sagen, daß der Materialismus eine vorpsychologische Weltanschauung ist. Und wenn wie ich glaube Kants Kritik der reinen Vernunft nicht mehr und nicht weniger ist als die große Tat, die alle Metaphysik und Begriffsphilosophie vom Throne stürzte, um Erkenntnis- theorie, das heißt Psychologie an ihre Stelle zu setzen, so sollte der Materialis­mus nach Kant nicht mehr ernst zu nehmen sein." Die Streitigkeiten gewisser Neuscholastikernm die toten Begriffe des Aristoteles und um die schlechtesten Begriffe von Kant" erinnern ihn an die Schmerzen, die der Operierte in dem amputierten Beine empfindet; so quäle sich die Menschheit mit den Schmerzen ihrer amputierten Vergangenheit. Unsre philosophierenden Naturforscher trieben es nicht besser; darum sollte man weder Schelling noch Hegel, noch Schopen­hauer, noch Nietzsche jnoch Haeckels den großen Philosophen des neunzehnten Jahrhunderts neuneu, sondern Darwin,der die letzte Abstraktion wenigstens aus dem Sprachschatze seiner Gegenwart schöpfte. Wenn aber kleine Gesellen wie Moleschott oder gar Büchner mit den toten Begriffen Atom und Stoff einen neuen Handel beginnen wollen, so war ihr Treiben für die kritische Be­trachtung widerwärtig. Nur als Kanonenfutter im Kampfe gegen das Dogma sind solche Rekruten zu brauchen." Auch dazu nicht einmal. Den Glauben an das Dogma können sie wohl verärgerten Proletariern und gelehrt scheinen wollenden oder ohne Gewissensbisfe genießen wollenden Halbgebildeten rauben, aber zur wissenschaftlichen Kritik der Dogmen haben sie keinerlei Beitrüge ge­liefert. Vom letzten Stoffklötzchen hat Lotze die Atome dnrch eine einfache