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Ja, meinen denn gnädige Frau, daß ich . , .? fragte Erik ungewöhnlich befangen. Dieses „auf eine feine Weise" ergötzte ihn übrigens.
Ich, ich dachte, daß Sie, Herr Fabrikant, der Sie doch einer von Arvids intimsten Freunden sind und ihn und Julie von Jugend ans kennen, ihm am leichtesten einen Wink geben könnten.
Das wird nicht leicht sein, sagte Erik, nur um etwas zu sagen. Und im stillen dachte er ungefähr: Zum Teufel mit all ihren Umschweifen! Wo will sie eigentlich hinaus?
Jemand faßte verlegen und schüchtern nach dem Vorhang, und sie hörten des Rechtsanwalts unterirdischen, diskreten Husten, der immer klang, als komme er direkt aus dem Hemdkragen.
Ja, du mußt entschuldigen, begann er, vermied es aber, die beiden anzusehen, sondern beugte sich über seine Uhr, die er hartnäckig anstarrte, aber der Zug . . . ich müßte ja eigentlich mit dem letzten Zuge heimfahre».
Nimm doch eine Zigarre, Tjö ... sagte Erik, ihm die offne Kiste anbietend.
Olga stand auf, sie hob sich etwas auf den Zehenspitzen, warf einen Blick in den venezianischen Spiegel über der Tür und strich mit beiden Händen über ihr glänzendes Cleo-de-Mürodehaar. Hierauf verließ sie langsam und würdig das Zimmer. Der Rechtsanwalt wandte den Kopf ein wenig — er wählte noch immer zwischen den Zigarren — und betrachtete Frau Olga uuter den halbgesenkten Augenlidern hervor. Aber nicht ein Wort sagte er über sie, und Erik auch nicht.
Kommst du morgen auf mein Bureau, Bricmt? — Der Rechtsanwalt steckte zwei Zigarreu lose in seine Westentasche uud biß von einer dritten die Spitze ab —, dann könnten wir vielleicht über diesen Möllerschen Kontrakt sprechen.
Ich will sehen, ob ich Zeit habe, antwortete Erik. Darauf verließen sie miteinander das Zimmer und traten wieder in den Salon.
Nun glaubt er bei Gott, dachte Erik, daß ich iu Olga verliebt sei, und
daß ich um ihretwillen nicht von Mcirkbyhof wegbleiben könne. Na, er soll es nur
glauben! ^ .c, - , ^
^ (Fortsetzung folgt)
Maßgebliches und Unmaßgebliches
Reichsspiegel. Der Streit um Lippe hat auf der Weltbühne durch die englisch-russische Differenz eine jähe Ablösung erfahren, die wieder einmal recht deutlich daran mahnt, daß der deutsche Michel sich uicht zu sehr in seine «zuergllc-L -iIIows.uäc-8 vertiefen, sondern die Augen offen halten soll für das, was um thu herum vorgeht. Für Deutschland hätte es außer einer eignen Verwicklung kaum etwas Nnbequemres geben können als einen russisch-englischen Krieg, der, in seinen politischen Folgen gar nicht abzusehen, nns wirtschaftlich jedenfalls schwer geschädigt hätte. Dem Weltfrieden war es diesesmal von großem Nutzen, daß Frankreich uuter allen Umständeu eine Lage verhindern mußte, die es gezwungen hätte, zwischen Rußland und England zu optieren. Der französischen Vermittlung kam die friedliche Disposition des englischen Kabinetts zur Hilfe, das ebensowenig einen Konflikt mit Rußland wünschte, als es andrerseits sich gezwungen sah, der durch die Presse mächtig erregten öffentlichen Meinung Englands eine Genugtuung zu geben. Daher die mit einigem Geräusch inszenierte Kriegsbereitschaft der englischen Flotte auf der gesamten Weltkugel, eine Maßnahme, die, wenn sie ernst gemeint war und mehr bedeute» sollte als eine Demonstration, kaum gegeu Nußland allein gerichtet sein