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Zwei Werke über die Spracxhe
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Kultnrbilder von den klciiiasiatischen Inseln

nichts cm; es ist gleichgültig, ob' man die Operation schließen, induzieren oder assoziieren nnd mit Mauthner einen richtig denkenden Kopf ein gesundes Ge­dächtnis nennt. Nur dieses muß anerkannt werden, daß Begriffe sowohl richtig als auch falsch miteinander verbunden werden können, folgerichtig oder wirr wie im Traume, und daß es möglich ist, zwischen richtig und falsch zu unter­scheiden. Geworden ist freilich unser Verstand mit den Sinnen und mit der Erziehung, wenn man den aktuellen, den entwickelten Verstand meint. Aber daß auch die Regeln geworden seien, nach denen er zu denken genötigt ist, daß sich diese im Laufe der Zeit geändert hätten, daß er mit andern Sinnen anders werden und zweimal zwei fünf sein lassen könne, ist eine leere Einbildung. Daß, wie gesagt, alle Induktionen unvollständig sind sonst wären sie ja gar keine Induktionen, gehört mit zu den Einsichten, die die Logik gewahrt, nnd darnm auch das audre, daß jede aus Induktion gewonnene Kenntnis durch neue Erfahrungen berichtigt werden kann. Der Schluß: dieses neu entdeckte Tier ist ein warmblütiger Vierfüßler, also muß es lebendige Junge zur Welt bringen, wurde hinfällig, als man das Schnabeltier Eier legen sah, uud das Radium scheint einige Gesetze der Physik und der Chemie korrigieren zu wollen.

(Fortsetzung folgt)

Kulturbilder von den kleinasiatischen Inseln

von Acirl Dieterich (Fortsetzung)

I. Samos

l ie Insel Samos ist gleichsam eine Synthese der bisher betrachteten beiden Inselgruppen: sie vereinigt die natürliche Fruchtbarkeit von Kos und Rhodos mit der politischen Freiheit von Kalymnos nnd Shme. Es ist die einzige der klcinasiatischen Inseln, die einen eignen Staat bildet; sie spielt für die Türkei eiue ähnliche Rolle !wie die Republik San Marino für Italien. Aber während diese Staatsbildung, als in einem Kulturland erwachsen, eigentlich nur einen Kurio- sitätcnwert hat, könnte Samos ein kleiner Mustcrstaat inmitten einer kultur­feindlichen Despotie, ein politisch und wirtschaftlich starker und fester Kristalli- sierungspunkt aller Eurvpüisierungsbestrebungen im Orient werden.

Hat Samos Aussicht, ein solcher Sammelpuut't zu werden? Apriori betrachtet, müßten die natürlichen und die politischen Verhältnisse diese Ent­wicklung begüustigeu. Das äußere Bild, das die Insel bietet, ist das einer ausgesprochncn Kulturlandschaft, und zwar einer mit mittelgcbirgsartigem Charakter, der sich nur im Westen zu einem hochgebirgsartigen steigert. Hier bildet der bis zu 1500 Metern hohe mächtig hingelagerte Kerkys, der nörd­lichere der beiden Gebirgszüge, die die Insel von Westen nach Osteil durch­schneiden, einen majestätische,: Abschluß, während sich die andre südlich davou parallel laufende, niedrigere, aber ausgedehntere Gebirgskette des Ambelos in der Höhe von 1200 Metern hält. Sie sind beide nur spärlich bewaldet, meist mit stachligem Buschwerk bewachsen, mir hier und da mit dichten, Beständen