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Rückblick auf die Schicksale des Königreichs Sachsen im Jahre 1866
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Der oberösterreichische Bauernaufstand 247

heran nach dem Schlachtfeld und überbrächte den Befehl Benedeks, unter Vermeidung jedes Gefechts vor allem die Vereinigung mit der Hanptarmee im Auge zu behalten. Das war die verspätet eingetroffne Antwort auf des Kronprinzen Anfrage an Benedek, ob die österreichische Hanptarmee bei Gitschin einzutreffen gedenke. Die beiden Heerführer sahen sich genötigt, das für sie günstig verlaufuc Gefecht abzubrechen und den Rückzug zu befehlen, der mit den Rückzugsgefechteu zu einer Niederlage der Verbündeten führte. Das war das erste Mißgeschick der Sachsen.

Der oberösterreichische Bauernaufstand

(Schluß)

IN März 162.1. wurde den Oberösterreichern durch eiu kaiserliches Patent bekannt gemacht, daß das Land pfandweise dem Herzog von Bayern überlassen sei. Von diesem hatten die Bewohner noch weniger zu erwarten als vom Kaiser, der doch wenigstens !ihr Landesherr war; erbitterte Gegner ihres Glaubens waren beide. Vom Kaiser und vom Herzog wurde als Statthalter Freiherr Adam von Herbersdorf eingesetzt, der in der Zeitgeschichte das Los aller Mänuer geteilt hat, die in aufgeregten Zeitläuften, namentlich aber in Religionskriegen, eine hervorragende Rolle gespielt haben und von der einen Partei hoch erhoben, von der andern tief verlästert zu werden Pflegen. So sagt sein über zwei Meter hoher Grabsteiu aus rotem Marmor in der Kirche zu Altmünster, auf dem er lebensgroß in voller Rüstung dargestellt ist, von ihn», er seieine große Seyle und Beschützer der heil. Kathvl. Kirche geWest," während die von ihm unter­drückten Protestanten behaupteten, der Teufel in eigner Person habe ihn geholt, als er am 11. September 1629, bei dem Herzog Maximilian wegen seiner Geldforderungen in Ungnade gefallen, auf seinem Schlosse Orth plötzlich an der Schwindsucht gestorben war. Von Person rauh, hart und unbeugsam, teilte er durchaus die Anschauung des Kaisers und des Herzogs Maximilian, daß Oberösterreich als erobertes Land zu betrachten sei, und daß man sich um die Rechte der rebellischen Stände nicht zu kümmern brauche. Das rief wohl bei diesen die größte Erbitterung hervor, die sich aber nicht auf die Bauern übertrug, da diese nach den Vorgängen von 1600 für ihre Gruudherren keine Anhänglich­keit mehr hatten. Herbersdorf bemühte sich auch anfangs, den Bürgern und den Bauern die Lasten zu erleichtern und sie durch Milde zu gewiuneu.

Der Krieg in Deutschland zog Herbersdorf zunächst zum Heer der Liga, wo er den Rang eines Gencralwachtmeisters bekleidete und sogar im Winter 1622/23 in Vertretung Tillhs den Oberbefehl führte. Währenddem nahmen die Prozesse gegen die rebellischen Stände und die Güterkonfiskationen ihren Fortgang. Herbersdorf kehrte im Herbst 1623 zurück und benutzte die Geiegni- heit, Herrschaften und Güter in Oberöstcrreich, Böhmen und Steicrmark für