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Die Damen auf Markby
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Die Damen auf Markby

von Mathilde Mallina 1

>ls Erik Bricmt an einem schönen Septemberabend vom Kontor heim­kam, saß im Wohnzimmer eine junge Dame. Sie war noch im Reiseanzug und anscheinend in eine illustrierte Zeitung vertieft, die sie steif in der Hand hielt, und Erik hatte das deutliche Gefühl, daß er ein wenig verwundert aussah, als er sich verbeugte. ! Ja, es ist schrecklich unangenehm, begann das junge Mädchen sogleich. Sie stand schnell auf und war einen Augenblick so verwirrt, daß sie nicht merkte, wie das Blatt ihren Händen entglitt. Ich hatte geschrieben und war fest überzeugt, daß Tante Ada zühcmse sein würde.

Sie sind also er suchte nach dem Vornamen, konnte sich aber durchaus nicht darauf besinnen Fräulein Bertel?

Ja, antwortete sie mit etwas mehr Sicherheit, indem sie seinen Gruß etwas kurz erwiderte. Ich bin Elli Bertel.

Meine Mutter ist leider nicht zuhause. Sie ist vor ein paar Tagen mit meiner Schwester nach Upsala gereist. Es war allerdings ihre Absicht, heute wieder zurück zu sein.

Ja, das sagt die Haushälterin auch. Es ist mir sehr unangenehm, fügte sie hinzu und sah ihn an.

Ach, sagte er unbestimmt und höflich. Aber ini stillen dachte er: Ums Himmels willen, was soll ich nur mit dem Mndel anfangen!

Es schien, als ob dasMädel" seine Gedanken erriete. Sie sah ihn an, halb schelmisch kokett und halb unglücklich, und auf einmal brachen sie beide in ein herzliches Lachen aus. Nun war das Eis gebrochen; das Fräulein schüttelte plötzlich ganz ungeniert und natürlich den Kopf.

Es ist aber wirklich furchtbar widerwärtig! Meinen Sie, ich müsse wieder heimreisen?

Nein, sagte er langgezogen, das meine ich nicht. Vater ist ja daheim.

Gott sei Dank! rief sie erleichtert. Da ich nur Sie sah, hatte ich geglaubt, daß die Jungfer Sie mit demHerrn" gemeint habe.

Er lachte. DerHerr," das ist der Vater; die alte Stine nennt immer Vater denHerrn." Mich nennt sie nurden Fabrikanten."

Ich glaubte, das fei der Onkel.

Ja, gewissermaßen. Aber er wird meistKonsul" genannt. Nur vou Stine nicht.

Das ist auch ein hübscher Titel für einen Kaufmann, sagte das junge Mädchen höflich. Aber das Gehör des jungen Herrn war fein genug, sogleich die zwar ganz unbewußte, aber nichtsdestoweniger herablassende Betonung desKaufmanns" zu bemerken, und er lächelte.

Nun also, wenn Onkel Bricmt daheim ist, dann . . . begann sie aufs neue da, wo sie vorher abgebrochen hatte.

Gerade heraus gesagt ich meine wirklich nicht, daß Sie viel Grund dazu hätten, Hals über Kopf wieder nach Smaalcmd zurückzureisen! sagte er, und er sah sie ermutigend an.