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Gräfin Susanna :
(Fortsetzung)
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Maßgebliches mid Unmaßgebliches

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traditivu, und wenn Sie sagen: heirate sie, so ist das ungefähr so, wie wenn Sie vom Papst verlangen wollten, er solle sich mit dem Gegeupnpst Verbünden.

Doch nicht, denn der Gegenpapst ist Herr seines Willens, und Ihre Cousine ist das nicht Setzen wir mich für einen Augenblick au ihre Stelle, mich, die eiuzige Legitimistin in Sampaolo, sagte sie lächelnd. Was könnte ich tun? Ich bin im Besitze der gestohlnen Güter. Ich möchte sie, wenn ich könnte, ihrem recht­mäßigen Besitzer zurückgeben. Aber das kann ich nicht, denn ich habe nnr die Nutznießung. Ich kann sie nicht verkaufen, nicht verschenken, noch bei meinem Tode testamentarisch über sie verfügen. Nach mir fallen sie dem nächsten Anwärter zu. So bleibt mir, wenn ich sie dem rechtmäßigen Besitzer wieder zustellen will, nichts andres übrig, 'als ihn zu bewegen, mich znm Weibe zu uehmen.

Wiederum lächelte sie heiter und siegesgewiß wie jemand, der seine Sache gut begründet hat.

Ach. rief Anthvny ungestüm, weuu Sie es wäre», läge die Sache m^ders.

Für Ihre Cousine gibt es keineu andern Answeg. Zufällig sind Sie von der Valdeschischen Seite ihr nächster Verwandter und werden also, falls sie mcht heiratet nnd Kinder bekommt, ihr Erbe sein. Würde sie in ein Kloster gehn nnd das Gelübde der Ehelosigkeit und Armut ablege», dauu konnte die Nutzmeßuug ihres Vermögeus auf ihren mutmaßlichen Erben übertragen werden, dem die Be­sitzungen nach ihre», Tode ja doch zufallen. , . , , ,

Wir .vollen der jungen Dame kein so trauriges Schicksal wünschen agte Anthvny lacheud. Übrigens wird sie ja anch zu ihrem Glnck nicht von solchen Bedenken gequält.

Wie können Sie das wissen? . ^ - c r

Das können wir als erwiesen annehmen! Übrigens haben Sie es eben selbst gesagt.

Ich hätte es Ihnen selbst gesagt? fragte sie erstaunt.

Sie haben mir erzählt, es sei nur eiue einzige Legitimistin m SamPavlo. Würde meine Cousine von Ihren Bedenken gequält, so wäre sie ja die zweite, und können Sie sich auf der gcmzeu Insel eine unwahrscheinlichere zweite vor­stellen?

Man sagt. Königin Anna sei im Grund ihres Herzeus Jakobincrin gcwesem erinnerte ihn Snsanna Ihre Consiue ist noch mng. Man könnte ihr den Fall vortragen nud ihr ius Gewissen rede». Wäre das einmal geweckt, und Sie trugen ihr nicht Ihre Hand an, sv bliebe ihr gar nichts andres übrig, als zn verzichten "nd ins Kloster zu gehn. ^ - . r

Hoffen wir also, daß ihr Gewissen behaglich weiter schlafe, denn sogar nm sie vor dem Kloster zn retten, könnte ich sie nicht heiraten.

(Fortsetzung folgt)

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Reichsspiegel ^v^lniskirckc ist noch fortgesetzt Gegen-

^ Die Einweihnngsfeier der Speyre^ ^es evangelischen

stand lebhafter Erörteruugen. Die Few yar ^ ^ .rnngsfrohen Klang inniger Gewissens berührt nnd ihnen "w"che Uen o g » ^le Stimmen

Uberzeuguuqs- nnd Glm.benstreue entlockt. Dcmeven