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Herbert Spencers System : 3. Soziologie und Ethik
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Bilder aus der englischen Kulturgeschichte

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Ein jeder hat nun zwar seinen eignen geistigen Horizont, aber die meisten haben einen sehr kleinen und wirren; und wollen sie mehr und deutlicher seyen, so müssen sie sich eine geistige Brille aufsetzen, die ihnen mehr und andres leistet als eine von Glas, sie müssen die Wcltdurcl, das System eiues selbständigen Denkers beschauen. Unter den Systemen aber sind die wertvollsten solche, die am besten unsre praktischen Bedürfnisse befriedigen: unser Gemüt beruhigen und uns zum Richtighandeln anleiten. Nach diesem Kriterium urteilend, können wir Spencers System als Philosophie, als Lebensweisheit im höchsten Sinne des Worts nicht anerkennen, wenn auch unendlich viel einzelne Weisheitslehren und naturwissen­schaftliche Erkenntnisse darin aufgehäuft liegen. Vor der Großartigkeit seines, freilich von vornherein verfehlten Unternehmens, und vor der beharrlichen Energie und dem Opfermut, mit dem er es in beinahe fünfzigjähriger Arbeit durchgeführt hat, muß man Ehrfurcht hegen. Auch soll es ihm unvergessen bleiben, daß er mit seiner kleinen Schrift über Erziehung, die in deutscher Übersetzung bei uns viel gelesen wird, die Verbesserung des Erziehungs- und Unterrichtswesens nicht wenig gefördert hat." Solchen, die das Büchlein noch nicht kennen, empfehlen wir besonders das Stndinm der darin entwickelten Straftheorie. Deren Grund­satz lautet: Die Eltern sollen, als Diener der Natur, dafür sorgen, daß ihre Kinder jederzeit die natürlichen Folgen ihrer Handlungen, die natürlichen Rück­wirkungen (Beulen und Verletzungen, Mühe des Aufräumens der umhergestreuten Sachen, Wiedervergeltung jeder Unfreundlichkeit durch gleiches Benehmen der Kameraden oder Dienstboten usw.) erfahren; diese natürlichen Strafen sollen sie weder abwenden (lebens- und sehr gesundheitsgefährliche ausgenommen) noch verschärfen oder durch willkürliche ersetzen

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von Karl Feyerabend ^. Die königliche Gabe m vierten Akte desMacbeth" hat Shakespeare in das ziemlich wörtlich seiner Quelle, Holinsheds Geschichte Schottlands, ent­lehnte Gespräch zwischen Malcolm und Macduff mit feiner Kunst eine selbständige Zutat eingefügt. Am Hofe Edwards des Be- ^!kenncrs finden sich die durch die Grausamkeit des schottischen Thronräubcrs Bedrohten und Vertriebnen hilfesuchend zusammen. Vor dem Palaste (nicht, wie die alte Bühnenanweisung will, in einem Zimmer) sucht Macduff den Prinzen Malcolm auf, um ihn für das Werk der Befreiung, als dessen Lohn der väterliche Thron winkt, zu gewinnen. Malcolm muß in vem Flüchtling zunächst einen Späher Macbeths sehen, der ihn in eine Falle lvcken will, und gibt seine wahre Gesinnung erst zu erkennen, als er sich über­zeugt hat, daß hier kein Verrat droht. Für ihr Unternehmen brauchen sie die Hilfe des englischen Königs, auf dcsseu Erscheinen sie warten, und nach dem sie dcu heraustretenden Arzt fragen.