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Belanutlich gehu uusre Offiziere teils aus deu Kndetteuhüuseru, teils aus den cmf Avaneement/dienenden^ Fahnenjunkern hervor; ein kleiner Nest .aus übertretenden Reserveoffizieren. Die Fahnenjunker unterliegen wie bei.der Annahme der Prüfung des Kommandeurs, so bevor sie zum Offizier ein-. gegeben werden, der Wahl durch das Offizierkorps. Die Kadetteu dagegen nicht, ihre Verteilung an die Regimenter erfolgt durch allerhöchsten Befehl. Hierin liegt eine Ungleichheit, die leicht beseitigt werden könnte, wenn, ans dein Kadettenhause nur Fähnriche zur Ariuee entlassen, und diese nach sechs- monatiger Probezeit gleichfalls dem betreffenden Offizierkorps zur Wahl gestellt, würden. Der aus dem Kndettenhause kommende junge Leutnant findet sich ohnehin, im Regiment schwer zurecht und bedarf ziemlicher Zeit, bevor er sich wirkliche als Offizier, nützlich erweisen kann. Eine solche Maßregel erscheint au sich unbedeutend, wird aber vielfach als eine sehr zeitgenüiße Reform angesehen., ^
Dem Heere und dem Volke sei es als aufrichtiger Neujahrswimsch, dar-, gebracht, daß beiden die unlicbsainen Vorgange, die das vergangne Jahr , gezeitigt oder enthüllt hat,, zum Segen.gereichen.. Möge der Forbacher, Prozeß ein Länternngsprozeß gewesen sein, aber unserm gesamten Volk auch eiue Mahnung, daß es in seinem Heere die nationalste seiner Jnstitutiouen und im Offizier- korps deren. auserlesnen Träger hat. Unsre gelÄdeten Stände sollten eine Literatur von sich abschütteln, die in ihren Absichten oder ihren Resultaten unr der Herabsetzung dieser Jnstitntion dient. Bedingung jedes Erfolges ist für den Einzelnen wie für die Nationen — die Selbstachtung. L>. I-,
9er ^ürstentag zu Erfurt im Jahre ^808
von Gustav Brünnart in Lrfnrt
ach dem llnglücklichen Kriege Preußens mit Frankreich in den Jahren 180K nnd 1807 brach der Mut des mit Preußen Verbündeten Zaren von Nußland plötzlich zusammen; es blieb ihm nichts übrig, als Friedeu zu schließen. Da empfing er mitten in diesen Besorgnissen die Einladung Napoleons zn einer persön
lichen Zusammeukuuft; denn anch Napoleons Lage war so, daß er den Frieden wünschen mnßte. Und in wenig Tagen gelang es ihm, den Zaren für ein Bündnis mit Frankreich zn gewinnen. Vergessen war die weihevolle Stunde am Sarge Friedrichs des Großen, vergessen waren die Frenndschaftsgelöbnisse in Meinet. Nun mußte sich der König von Preußen, der ritterlich ausgehalten hatte, bis fast der letzte Teil seines Landes verloren war, beugen; und auch die Bitten der Königin Luise, die ihrem Lande den weiblichen Stolz opferte und mit dem Peiniger persönlich verhandelte, glitten von ihm ab (so schrieb er schadenfroh) wie das Wasser vom Wachstuch. Am 7. Juli 1807 wurde zwischen Frankreich und Rußland der Friede unterzeichnet, wonach Rußland dem Kampfe gegen England sowie der Festlandssperre beitrat, während Napoleon seine Zustimmung zu der Eroberung der Donanfürstentinner und des schwedischen