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Das Jahrhundert 19
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Wie es heute bei den Regierungen in Preußen zugeht

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für erwachsen zu gelten, richtet den Blick in die Zukunft, jedvch ohne Mogelei. Wir greifen jn auch bei der Jahreswende nicht vor; und wenn wir uns schon am Altjahrstng den 31. Dezember zu Karpfen und Punsch vereinen, so ge­schieht das erst am Abend zur Vorbereitung für den eigentlichen Moment, wo wir um Mitternacht ins neue Jahr springen.

Volksfeste müssen gemeinsam gefeiert werden, wenn sie ihren Zweck erfüllen sollen. Darum war es wohlgethan, daß sich der deutsche Bundesrat entschloß, den Festtag für ganz Deutschland zu bestimmen. Er hatte die Wahl frei: sollte er es mit dem Bruchteil der sich klug dünkenden Leute halten, die bis Christi Geburt rechnen? oder sollte er dem Zuge des Volkes nachgeben, das mit 1900 einen neuen Zeitabschnitt anbrechen sah, und dessen Anschauung durch die astronomische Zahlung unterstützt wird? Er hat das letzte gewählt, und es war recht so. Seine Anordnung ist in die schonendste, unverfänglichste Form gekleidet: Als Anfang des neuen Jahrhunderts soll der 1. Ja­nuar gelten; jedem blieb überlassen, ob er es das Jahrhundert 19 oder das zwanzigste Jahrhundert oder bloßneu" nennen will. Unserm Kaiser besonders mußte es nach seiner ganzen Lebensauffassung geradezu ein Herzens­bedürfnis sein, mit dem gesamten deutschen Volke gemeinsam dem Herrn der Heerscharen zu danken an der Wende des Jahrhunderts, das nnsre Nation in tiefster Erniedrigung unter Napoleon sah das Volk ausgesogen bis aufs Blut, die preußische Königsfamilie in Memel an der äußersten Grenze, nahe daran, aus dem Staat in die Fremde flüchten zu müssen; und wie nach wieder­erlangter Kraft unser Volk zu ungeahntem Glänze emporstieg dadurch, daß es zur Einigkeit gelangte und ein neues deutsches Kaisertum erstand, dafür zu danken an dem größern Gedenkstein, der Jahrhundertwende, war würdig des Kaisers und des gesamten deutschen Volkes.

Wie es heute bei den Regierungen in Preußen zugeht

n der Spitze jeder Bezirksregierung steht ein Regierungspräsident. Die Bezirksregierungen hatten früher in ihren sämtlichen Ab­teilungen kollegialische Verfassung. Eine Veränderung ist heute insofern eingetreten, als durch das Landesverwaltuugsgesetz vom 30. Juli 1883 die Negierungsabteilung des Innern aufgehoben wurde und deren Geschäfte dem Regierungspräsidenten persönlich zur Be­arbeitung überwiesen sind. Dazu sind diesem ein Oberregierungsrat und die erforderliche Anzahl von Räten und Hilfsarbeitern beigegeben, die die Geschäfte nach seinen Anweisungen" zu bearbeiten haben. Die sogenannte Präsidial­abteilung, die an die Stelle der frühern Abteilung des Innern getreten ist,