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Briefe eines Zurückgekehrten. 5
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Dreimal gefunden

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zu ihrem Volk hat gerade hier unter dem Reiche nichts verloreil. Es ist eine gnte Ehe, nicht ohne die Trübungen, die dazu gehören, im allgemeinen voll Vertrauen und Hingebung von feiten der bürgerlichen und bäuerlichen Teile des Volles uud sehr oft auch von feiten der Fürsten. Ich bewuudre diese mehr als jenes, wie sie unter andern, schwierigern Verhältnissen die alten patriarchalischen Beziehungen anfrecht erhalten. Die Existenz eines Herzogs von Anhalt hat gewiß viel Schönes, aber um einen Svmmersonntag in seinem herrlichen Park zn Wörlitz beneide ich ihn nicht. Als der Urgroßvater die Urgroßmutter nahm und ihr diesen Park zum Angebinde gab, da besuchten ihn schüchtern gute Bürgersfamilieu aus Dessau oder Witteuberg, die sich deu Luxus eines Haudercrs gönueu durften, und wenn Serenissimus ihnen be­gegnete, sanken sie in die Erde; er erkannte sie aber und zeichnete sie durch huldvolle Ansprache aus. Jetzt ergießen Eisenbahn, Dampfboot von Coswig aus uud Lohukutscher, das Fahrrad, dieses nivellierende Instrument nicht zn vergessen, allsountäglich und sogar allmittwochlich Tausende von Menschen in dieses friedliche Gelände. Wenige von ihnen haben das Bewußtsein, daß sie hier beim Herzog von Anhalt zu Gast sind. Die Mehrzahl schreit, johlt und benimmt sich nicht wie zu Hause, nein wie in irgend einem öffentlichen Lokal dritten Ranges. Dabei hält es der Herzog für seine Pflicht, wie sein Vater und sein Großvater, sich gerade Sonntags dem Volk zu zeigen, und sogar sein liebes Töchterlein kutschiert seiu Ponnygespnnn durch die Wagenburg der Sonntagsgäste. Früher hörte der Lärm mit Sonnenuntergang auf. Jetzt sorgt die mit herzoglicher Genehmigung durch die füllen Gründe von Jonitz und Oranieubaum gebaute Lokalbahn dafür, daß sich der Bodensatz des Sonntags­publikums erst nach zehn Uhr empfiehlt. Aus der weltabgeschiedenen Idylle ist ein Vorstadtvergnügnngsort geworden. Kann man als Landesvater seinem Volke mehr entgegenkommen?

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Novelle von Magdalene Thoresen (Fortsetzung)

ns war nun also das Wiedersehen, wonach er sich seit mehr als zwei Jahren gesehnt hatte! Dafür hatte er sozusagen sein Leben gewaschen und gereinigt, daß er zu ihr sagen könnte: Nun ist nichts mehr da, worüber du dich zu schämen brauchst. Und nun war sie es, auf deren Seite die Schande war. Oder war es anders? Ein ehrbares Mttdchen blieb doch nicht bei einem solchen Kerl im Hanse, der es in die Wangen kniff und es mit verliebten Angen anstarrte!