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Lesen, Schreiben und Sprechen
zutreten." Nebenbei bemerkt, teilte dieses militärische Fachblatt seinen gläubigen Lesern mit, daß die Schiet Furt, wo die Hauptkolonne Bullers (diesmal die rechte) zunächst über den Tugela gelangte, auf den Karten nicht verzeichnet sei. Das Gegenteil ist der Fall. Oder sollte der Lr. ^. noch schlechtere — englische — Kriegskarten haben als der Schreiber dieser Zeilen?
(Fortsetzung folgt)
Lesen, schreiben und sprechen
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rei Bücher über den Wert des Lesens für weitere Zwecke der Bildung liegen vor mir, ein deutsches, ein französisches und ein englisches; sie sind aus einer größern Sammlung nach öfter wiederholter Sichtung als letzter Rest zurückgeblieben. Aus deu übrigen ließ sich nichts lernen, und die meisten enthielten sogar viel Verkehrtes. Davon zu reden, würde also keinem nützlich sein.
Von dem Druckwerk nicht als Unterhaltuugsgegenstand, sondern als Quelle der Bildung handelt der Grazer Germanist Schönbach und zwar mit Beschränkung auf unsre neuste Litteratur, in einem zuerst vor zwölf Jahren erschienenen Buche, das inzwischen in seiner sechsten Auflage beim zehnten bis zwölften Tausend angelangt ist (Über Lesen und Bildung, Graz, Leuschner und Lubensky). Ein schmaler Erfolg für die Qualität des Werkes und kein günstiges Zeugnis für das Bildungsbedürfnis der Leserwelt! Was Bücher wirken können, lehrt Emersons Beispiel. Er verbrachte sein Leben in einer kleinen Stadt in der Nähe von Boston, umgeben von der freien Natur und von seiner Bibliothek, und wenn er von da aus die große Welt betrat, z. B. auf einer zweimaligen Reise nach Europa, so zeigte sie ihm nichts neues, denn er kannte schon alles ans seinen Büchern. Schönbachs sechste Auflage ist stark erweitert. Ein Kapitel über die jüngsten Richtungen ist hinzugekommen; noch nie in seinem Leben, gesteht uns der Verfasser, habe er sich in einer so bedenklichen Gesellschaft von Büchern befuudeu wie damals, als er es ausarbeitete. Aber die Selbstiiberwindung hat sich gelohnt. Man muß sagen, daß er jetzt den besten Überblick über die zeitgenössische deutsche Litteratur giebt, nicht so einseitig wie Nordau, eingehender und kritischer als Bartels. Gut sind dabei immer die ältern Zusammenhänge berührt, z. B. in dem neu hinzugetommnen Kapitel die als Vorfahren angernfnen Nomantiker; die Gegenwart ist so ernsthaft und so wissenschaftlich behandelt, wie sie es nur verlangen konnte. Schönbach findet, daß das Gefühl für die Form in Dichtung und Prosa verloren gegangen ist, sodaß sich der Leser jede Nachlässigkeit lind sogar wirkliche