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Der russische Soldat
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Zur sozialen Frage 487

ihm eine verächtliche Bezeichnung desselben. Jeder Feind ist ihm vor allem Mensch; erschlägt er ihn im Kampfe, so geschieht es auf Befehl der Vor­gesetzten da giebt es kein Erbarmen. Mit einem Wort, Iwan ist das voll­kommene Ideal eines Soldaten, er ist der beste Soldat auf der ganzen Welt.

Nicht die Tinte diplomatischer Abmachungen ist es, vor der der Dreibund feige zurückschreckt, er fürchtet nur unsern gutmütigen Iwan.

Einem europäischen Leser wird wohl nichts überraschender kommen, als dieser Schluß des russischen Feuilletouisten. Wie, dieses absolut unselbständige, ohne sittliche Überzeugungen erwachsene, nur von Instinkten geleitete Wesen, das soll dasIdeal" des Soldatentums sein? Und vor dieser Masse, nur weil sie eiu Werkzeug ist, das nach Belieben gebraucht werde» kann, sollte das Abendland zittern?

Was aber wird aus dem russischen Soldaten, wenn er nicht geführt wird? wenn, wie bei Mars la Tonr und so oft vorher und nachher während des französischen Krieges, die Offiziere erschossen sind, und ein Entschluß aus den Reihen der Truppe heraus gefaßt und durchgeführt werden muß? Was aber vor allem sind die russischen Offiziere?

Ist die obige Schilderung richtig, so giebt es keine Armee der Welt, die abhängiger wäre von ihrem Osfiziersmatericil als die russische! Wir irren aber wohl nicht mit der Annahme, daß der russische Offiziersstand bis heute der erste der Welt uvch uicht sei.

Zur sozialen Frage

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llen denen, die noch die einfachern Lebcnsvcrhältnisse vor fünfzig bis sechzig Jahren gekannt haben, muß sich der Gedanke auf­drängen, daß in neuerer Zeit die Verwaltung einen Umfang nnd einen Grad der Verwicklung angenommen hat, der mit Be­sorgnis in die Zukunft blicken läßt. Der Arbeit der Gesetzgebung ist kanin noch zu folgen; es findet ein allgemeines Aufgebot aller brauchbaren geistigen Arbeitskräfte statt. Ju gleichem Maße wie das Heer der Beamteu, denen die Bewältigung der Geschäfte anvertraut ist, steigen die öffentlichen Lasten. Der Versuch, einen großen Teil der Geschäfte an die Gemeinden nnd die höheren kommnnaleu Verbände abzugeben, hat keine Entlastung herbei-