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Wilhelm Jensen :
(Schluß)
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Volksbühnen auf Volksfesten

ließ, wenn er sich immer wieder wie die unzart berührte Schnecke einzog, sv war es doch wohl in der Hauptsache deswegen, weil er, um dieMenschen" zu finden, in der falschen Richtung auszog uud entgegenkam, übrigens dort doch nicht annähernd genug entgegenkommen konnte. Er muß sie doch wohl auch in den Kreisen gesucht haben, die, ihm ünßerlich näher stehend, doch nie die seinen gewesen sind, und denen er mit genügend deutlicher Bezeichnung zu­letzt zuruft:

Mein Schritt ist fremd im Drängen eurer Gassen, Mein Kopf verwirrt in enerm Wirbellreiben, Mich blenden hinter euern Spiegelscheiben Die glitzernd cinsgcstcllten Warcnmasscn,

Und fremd klingt auch enr Wort mir; wir verstehen Nicht unsre Sprachen. Laßt mich still beiseite. Nicht null ich eure Rennbahnkränze schmähen,

Doch was sich höchstens jeder auch erstreite, Gern laß ichs ihm für eines Baumes Wehen In abendlich beglänzter Feldesweite.

Schade, daß Viktor Hehu und er sich nicht gekannt haben.

Volksbühnen auf Volksfesten

ie Gesellschaft für modernes Leben in München, die nnter der Leitung des bekauuteu Realisten M. G. Conrad steht, hat nm 1. Juni dieses Jahres bei dem Magistrat der Stadt München eine Eingabe eingereicht, begleitet von einer Denkschrift, die der Beachtung der weitesten Kreise würdig ist. Man braucht mit den Zielen dieser Gesellschaft, die sich in der Betonung des etwas schwankenden und unklaren Begriffes derModerne" mit der Freieu Bühne in Berlin be­gegnet, uicht allenthalben einverstanden zu sein und kann dennoch nach dem Grundsatze, das Gnte zn nehmen, woher es kommt, das Anerkennenswerte aus ihren Bestrebungen unparteiisch und vorurteilslos herausgreifen und zum Nutzen der Gesamtheit verwerten.

In der erwähnten Eingabe handelt sichs um nichts geringeres, als um die Gründung einer Volksbühne auf der Theresienwiese während des alljähr­lich stattfindenden Oktoberfestes. Der Rat der Stadt München trägt sich nämlich mit der Absicht, die noch vorhandnen freien Gründe der Theresienwiese,