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Grüudeutschland Heil! Dir will ich widmen Zum Angebiud dies Segenslied, Das mir zu hell und Hellern Rhythmen, Vorleuchtend durch die Seele zieht. O laß vom Wohlklang dich ergreifen! So klingt der Wahrheit Kehle nur. O laß von ihres Schleiers Streifen Zitternd Umschweifen die Natur!
Glückliches Gründeutschlcmd, dem dieses Deutsch und dieser Wohllaut Heller und hellerer Rhythmen vvrlenchtet!
Das dritte Testament. Eine Offenbarung Gottes. Seiner Zeit mitgeteilt von Hauus von Gumppenbcrg, München, Kommissionsverlag von M. Poeßl, 1801
Der Verfasser ist durch ein Medium mit seinem Schutzgeist, einem im Jahre 1687 verstorbenen jüdischen Mädchen, in Verkehr gebracht worden u«d hat von diesem ganz genau erfahren, wie es im Jenseits aussieht und wie es bei der Weltschöpfung zugegangen ist oder vielmehr, da sie fortdauert, zugeht. Als Phantasie wäre diese Offenbarung nicht übel. Es wird uus darin ein wvhlgefügtes guostisches System recht anschaulich entwickelt, und es kommeu ganz hübsche Gedanken darin vor. Aber da der Verfasser sein Schriftchen in allem Ernste als göttliche Offenbarung anpreist, so wird er damit den täglich weiter um sich greifenden Spiritistenunfug nicht unwesentlich fordern und demnach Uuheil anrichten. Mehr widerlich als lächerlich wirkt ein Anhang, der überschrieben ist: „Gegenwärtige uachirdische Stufenhöhe geschichtlich bekannter Personen." Die Menschenseelen haben nämlich auf ihrem Reinigungswege im Jenseits sieben Stufen zurückzulegen. Daß er Judas Jskarivth auf der ersten, also der untersten, verharren läßt, könnte mau ja als Zeichen der Pietät gegen Christus deuten. Aber Christus selbst versetzt er — die Feder sträubt sich vorm Niederschreiben — mit Tschiugiskcm, Sulla, Goethe, Sebastian Bach und Katharina II. von Rußland (wir heben nur einige der angeführten Namen heraus) auf die vierte, Pius IX., Lord Byron, Attila, Schiller, Calvin und den Räuberhauptmann Gänswürgcr auf die fünfte, Nero, Döllinger, Pontius Pilatus, Moses uud Schopenhauer auf die sechste, Paulus, Luther, Heine und Lessing ans die siebente Stufe. Frecher, gotteslästerlicher Unfug das!
Metaphysik als Lehre vom Vorbewußtsein. Von vr. Alfons Bilharz. Erste Hälfte.
Wiesbaden, Bergmann, 1890
Dieses Buch ist deu Grenzboteu zur Besprechung übersandt worden, aber wir sürchteu, es ist nichts für die Grenzbotenleser. Den meisten wird es Wohl so gehen wie uus selbst. Wir gestehen offenherzig, daß wir uns bei der Definition von Zeit auf Seite 67 (Zeit ist der „reciproke Wert des metaphysischen Seinsinhaltes") nichts zu denken vermögen. Wir müssen ferner bekennet!, daß wir von der
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