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Aus dänischer Zeit
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hat mich mein Herr wieder schicken wollen; aber da bockte ich auf. Herr Baron, hab ich gesagt, Sie können mich gern was mit die Peitsche gebe», denn ich bin man bloß der Diener, aber zu das dnmme Mädchen von grad- über gehe ich nich wieder, und wenn Sie mir dazu zwingen, dann verklag ich Sie beis Gericht, daß Sie eiu Aristokrat sind. Denn hier is ja allens egal und frei, soviel frciusch kann ich auch uoch, und leid solls mich thun, wenn Sie zu die Gartine müssen; aber siecht behandeln laß ich mir nich!

Mein Baron hat mich ganz sonderbar angesehen, Räsong aber nahm er an; und zu die Mamsell brauchte ich nich mehr, denn mein Herr nahm selbst seine Beine in die Hand. Und da hat er denn eine Freundschaft mit Mamsell Manon angefangen, und sie ist zu uns gekommen nnd hat den königlichen Wein selbst gebracht. Bei näherer Bekanntschaft war sie nich stimm. Sie lachte ein büschen viel und sang wie ein kleinen Vogel, ümmerlvs nnd ümmerlos; aber kein Mensch kann ja gegen seine Natur. Uud eiu an­ständiges Mädchen war sie anch; denn als mein Baron ihr mal umfassen und einen Kuß geben wollte, gab sie ihm einen Ordentlichen an die Ohren. Und ich hab gar nich gewußt, daß mein Herr ein so dummes Gesicht machen konnte. Aber was die Vornehmen sind, die kriegen auch nich ümmer ihren Willen."

Und Mahlman» nickte ein paarmal nnd krümchenweise seinen Kuchen weiter, ehe er wieder zu reden begann.

(Fortsetzung folgt)

Maßgebliches und Unmaßgebliches

Die bösen Deutschen uud sie ganz allein verschulden die gespannten Verhältnisse in Europa, die Notwendigkeit der schweren Rüstungen, nnd sie werden nicht eher ruhen, bis alle Völker vom Ural bis zu den Säulen des Herkules anf- eiumiderschlngeu. Das habeu die unschuldigen Naturvölter an den Grenzen des deutschen Gebietes, die wir unablässig bedränge» uud vergewaltigen, laugst gesagt, uud jetzt siud Berliner Staatsweise zu derselben Erkenntnis gelangt. Die armen Franzosen sehnen sich darnach, mit uns in Frieden uud Freuudschaft zu leben, einer oder zwei wären sogar nicht uubediugt abgeneigt, das höchste Opfer, Elsaß, zu bringen (natürlich mit Vorbehalt), aber sck'ft uns drüben die Bruderhand ge­boten wird, stoßen wir sie grob nnd höhnisch zurück. Es ist abscheulich! Aller­dings könnte man einwende«, daß bisher uoch niemals die Auerlenuuug des Frankfurter Friedens, ohne die doch eine wirkliche Aussöhnung uudeulbar bleibt, rückhaltlos ausgesprochen worden ist; daß, falls geschähe, was nicht geschehen kann.