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Das »achgelassene Werk Jmmauuel Aants,
eifrigen Zusammenwirken der gesetzgebenden und beratenden Kreise gelingen möge, die große Frage der Alters- uud Jnvalidenversorgung recht bald in einer Weise zu löscu, die dem Gesamtwohl entspricht und die Lösung der sozialen Frage wieder einen tüchtigen Schritt vorwärts bringt.
Ulm. Lugen Nübling.
Das nachgelassene Werk Emmanuel Kants.
von A. Classen.
(Schluß.)
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eber das Wesen der Materie selbst hat sich Kant im Laufe der Jahre zu immer reiferer Ansicht durchgearbeitet. Er braucht anfänglich immer den Ausdruck Wärmestoff, den er den Anschauungen seiner Zeitgenossen entnahm, und folgt dabei der damals (auch wohl heute noch) geltenden Hypothese, daß es zweierlei Stoffe gebe, die wägbaren (ponderabeln) und die unwägbaren (im- ponderabeln). Der unwägbare Wärmestoff sollte alles andre durchdringcn und durch seine eignen Schwingungen die wägbaren Stoffe in Bewegung und Erschütterung der kleinsten Teile versetzen. Bei fortgesetzten kritischen Untersuchungen aber entstehen ihm zunächst Zweifel, ob eine solche Hypothese eines eigentümlichen Stoffes nötig sei, um die Schwingungen und Erschütterungen der wägbaren Materie zu erklären. Schließlich spricht er es aus, daß Wärme nichts sei als innere oseillatorische (schwingende) Bewegung oder Erschütterung der kleinsten Teile aller Materie überhaupt, ohne daß dazu ein besondrer durchdringender Stoff erfordert werde. Es giebt daher weder eine wägbare Materie, die mit unwägbaren Stoffen durchsetzt wäre, noch einen unwägbaren Stoff, der als Hülle der Atome diente (wie heute noch die Ätherhüllen hypothesirt werden), sondern es giebt nur eine Materie, deren beide konstituirende Kräfte Anziehung und Abstoßung sind, bekannt unter den Namen Gravitation und Wärme.
In den metaphysischen Anfangsgründen der Naturwissenschaft hatte Kant gezeigt, wie man die Materie als dasjenige, was beweglich ist und den Raum erfüllt, beurteilen müsse, indem man alle Funktionen des Denkens auf sie anwendet. Jetzt untersucht er die Kräfte selbst, die der Materie ihre Eigenschaften geben. Weil die Materie nur durch Bewegung erkannt werden kann, indem sie unsre Sinnesnervcn in Erschütterung setzt, so existirt sie für uns nicht