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Droht in Italien ein Kulturkampf?
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Lmin Pascha.

ralischen und politischen Verhältnisse nicht nur Italiens, sondern der ganzen Welt vorausgehen müßten, von einer Größe, die wir uns kaum vorstellen können und deren Folgen auch dem Papsttum verhängnisvoll werden könnten.

Emin Pascha.

min Pascha ist seit der Ermordung Gordons und dem Tode Livingstones die interessanteste Persönlichkeit, welche die Geschichte der europäischen Unternehmungen in Afrika außer Stanley aus­weist. In diesem Augenblicke harrt die gebildete Welt voll ängstlicher Erwartung der Nachrichten über die Errettung dieses heldenmütigen Nachfolgers Gordons durch denselben unerschrockenen Reisenden, der Livingstone einst Hilfe brachte. Was aber Livingstone that, wird Emin wahrscheinlich auch thun: er wird sich weigern, die Stätte seiner Wirksamkeit und seiner Triumphe zu verlassen, ehe er sein Werk vollendet hat.

So viele Nachrichten über dieRettung" Emin Paschas durch die Zeitungen gehen, so wenig ist doch bekannt, welches die eigentliche Lage des Mannes ist, was ihn in Mittelafrika fesselt, oder warum er da ist und was er während der langen Zeit seiner Jsolirung gethan hat. Vor kurzem haben nun Schweiu- furth und Natzel einen Band Briefe und Tagebücher Emin Paschas ver­öffentlicht, und da diesen authentischen Nachrichten über den kühnen Mann neues erst dann hinzuzufügen sein wird, wenn Stanley mit oder ohne ihn zurückkehrt, so ist es wohl gerechtfertigt, wenn wir auf Grund dieser Schriftstücke einige Mitteilungen über ihn machen.

Der Mann, der den orientalischen Namen Emin fuhrt, heißt eigentlich Eduard Schnitzer und ist 1840 zu Oppeln in Schlesien geboren. Zwei Jahre nach seiner Geburt siedelte der Vater, der alsKaufmann" bezeichnet wird, mit seiner Familie nach Neiße über, wo die Mutter und die Schwester unsers Forschers noch leben. Seine Erziehung erhielt er auf dem Gymnasium zu Neiße und besuchte dann 1858 die Universitäten zu Vreslau und Berlin, auf denen er sich dem Studium der Medizin widmete. 1864 erlangte er zu Berlin den medizinischen Doktorgrad. Mehr jedoch als die Medizin, deren philan­thropische Seite ihm näher lag, zogen ihn naturwissenschaftliche Studien an; dazu gesellte sich eine unwiderstehliche Reiselust; und beide Neigungen vereinigten sich, um ihn hinaus in die Weite zu treiben.

Zuerst ging er nach der Türkei (1864), er wollte sich eine ärztliche Praxis dort gründen. Nachdem er sich eine kurze Zeit in Antivari aufgehalten