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Österreich im Frühjahre 1849.
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Der Mißbrauch des Wortes Entwicklung._________351

stens ein Mitglied vor, den vorausgegangenen zu folgen. Gehe der Paragraph durch, so sei eine massenhafte Auswanderung aus Böhmen und Mahren zu gewärtigen. Solchen Entschlüssen lägen die edelsten Gefühlen zu Grunde, mcht materielle Interessen, man wolleder Schmach entgehen, in einem freien Staate der einzige Unfreie zu sein." Auf diese Weise verliere aber das Vaterland sowohl Kapitalien als Gewerbskräfte." Bekanntlich wurden sie der Schmach, die einzigen Unfreien zu sein, überhoben, und so scheint denn die angedrohte Massenauswanderung unterblieben zu sein.

Die zweite Anekdote berührt den Verfasser persönlich.Junger Ehemann und Vater w sxs, hatte er sich einen Weihnachtsurlaub erbeten, und als er nach Kremsier zurückkerrte, erfuhr er, daß er einen Abänderungsantrag zu den Grundrechten ausgearbeitet habe, der sich gedruckt bereits in allen Handen be­fand. Da viele der von den Ministern vereinbarten Paragraphen nicht emmal seinen Anschauungen entsprachen, wurde ihm zugestanden, daß er solche mcht zu verteidigen brauche. Aber der Antrag blieb doch derHelfertsche."

Der Mißbrauch des Wortes Entwicklung.

von August Llassen. (Schluß.)

on den weitreichendsten Folgen ist nun auch jene Art des brauchs des Wortes Entwicklung, welche mit dem vollen Be­wußtsein, daß Ursache und Wirkung in dem Begriff enthalten sind, die Vorstellung verbindet, es könnten und müßten sich auch solche Ideen entwickeln, die niemals weder für den äußern noch innern Sinn zur Erscheinung kommen. Ganz besonders ist es die Idee er Freiheit, die man in der Welt sich entwickeln läßt, nachdem man das Ab­solute oder den Weltgeist nicht mehr mit Schelling oder Hegel glaubt wahr­nehmen zu können. Daß die Freiheit sich in der Welt allmählich entwickle, etwa so, daß aus den höhern Tieren sich erste Menschen im Urzustände entwickeln, aus diesen sittlich und religiös gebildete, aus ihnen wieder als die höchste Stufe Wer irdischen Vollkommenheit Philosophen, das glauben nicht nur die Philo­sophen selber, sondern mit ihnen ein unabsehbar großer Teil der akademisch Gebildeten überhaupt. Hat doch Wundt in seinem großen Werke über Ethik als das alle sittlichen Vorstellungen beherrschende Gesetz die Entwicklung hin­gestellt. Aus dem Urzustände des Menschengeschlechts, in welchem noch ein rohes Selbstgefühl alle sozialen Triebe überwuchert und die natürliche Kraft