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hielt. Was Bunsen wohl zu der jetzigen Wendung GladstoneS gesagt haben
würde, der einst die engste Verbindung von Staat und Kirche befürwortete, da die letztere das göttliche Gewissen des ersteren sei, während er jetzt auf die absolute Trennung beider hinarbeitet,, um der hochkirchlichen Richtung volle Freiheit zu geben? — Eilf Monate hatte Bunsen in England verbracht, als er seine Ernennung zum Gesandten in der Schweiz erhielt. Die preußische Regierung mochte sich doch ihres Benehmens gegen ihn etwas geschämt haben, und so gelang es den Bemühungen des Kronprinzen, ihm Bern als Warteposten zu verschaffen, wohin er sich im Herbst 1839 begab, mit der Instruktion nichts zu thun. Er sollte nicht lange warten, in Jahresfrist starb Friedrich Wilhelm III. und mit seinem Sohne bestieg der Mann den Thron, von dem Bunsen die Verwirklichung seiner Ideale erhoffte.
Die pariser Budgetdebatten.
X Leipzig, den 18. Juli.
Seit da« was von französischer Volksvertretung unter dem zweiten Kaiserreich übrig geblieben, aus dem Zustande absoluter Nichtigkeit zu relativer Bedeutung zurückgekehrt ist, verfolgen die europäischen Politiker die Verhandlungen des (^or^s lögislatik (der Senat kommt auch gegenwärtig nicht in Betracht) mit jährlich zunehmender Aufmerksamkeit. Der Hauptgrund derselben ist ohne Zweifel der Glaube an die mögliche Wiederkehr jener .großen" Zeiten des französischen Parlamentarismus, in denen das Schicksal deS Staats, häufig auch die Ruhe Europas davon abhängig war, ob die Minister, ob die Männer der Opposition das letzte Wort behielten.
Dem französischen Parlamentarismus geht es wie dem herabgekommenen Enkel eines großen Hauses. Ein Name, der Jahre lang von Ruhm und Ansetzn umgeben war. verliert seinen Klang nicht so schnell und bleibt, auch wenn die realen Grundlagen seiner Bedeutung zu Grunde gegangen, eine Zeit lang von großen Ansprüchen und relativer Anerkennung derselben untrennbar — der Träger desselben entwöhnt sich nur allmälig an seine veränderte Loge und den andern Leuten geht es ungefähr ebenso. Obgleich alle Welt weiß, daß die Beschlüsse des Pariser gesetzgebenden Körpers auf die Entschließungen der kaiserlichen Negierung keinen direkten Einfluß üben, diese Regierung weitaus in den meisten Fällen über eine ergebene Majorität zu gebieten hat, das Heer und die bäuerliche Bevölkerung Frankreichs von dem Wechsel parlamentarischer Ebbe und Fluth völlig unberührt bleiben, horcht das gebildete Europa aufmerksam zu, wenn die ThierS, Favre und Ollivier