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Wirthschaftliche Zustände Nordamerikas.
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matische und consequente Agitation gegen die gegenwärtig herrschende Theorie". Zunächst von kleineren Kreise ausgehend, wirkt sie mehr und mehr auf größere hinüber und wenn die Anzeichen nicht täuschen so steht die Krisis vielleicht schon in naher Zukunft bevor.

Importirte Socialökonomie.

E. Dühring, H. C. Carey's Socialökonomie. Nach dem amerikanischen Original übersetzt. Mit biographisch-literarischen Skizzen :c. Ders.: Kritische Grund­legung der Bolkswirthsschastlehre. Berlin, A. Eichhoff.

Die nordamerikanische Union, deren politische Einrichtungen lange genug als Ideale demokratischer Staatsordnung galten, ist wie der vorausgehende Artikel dieser Nr. von neuem darlegt die festeste Burg der wirthschaft­lichen Unfreiheit und des Protectionismus. In Carey hat derselbe bekanntlich seinen Philosophen gefunden, und es ist eine eigenthümliche Consequenz der Täuschungen über Amerika, daß neuerdings in Deutschland Anstrengungen gemacht werden, die Theorien jenes originellen Denkers bei uns zu imvor- tiren. Diesen Zweck haben die oben verzeichneten Bücher, aus die wir im Nachfolgenden zurückkommen.

Dem System Carrey's, das nichts geringeres als die totale Umwälzung der bisherigen Nationalökonomie als sein Verdienst in Anspruch nimmt, kommt es in erster Linie auf Vernichtung der Ricardo'schen Lehre von der Grund­rente an. Um die Entstehung der Grundrente zu verdeutlichen, hatte Ricardo das Bild einer primitiven Ansiedelung gezeichnet, welcher guter Boden im Ueberfluß zur Verfügung stand, bis später in Folge der stets wachsenden Volkszahl auch die schlechteren Bodenarten zum Anbau benutzt werden muß­ten. Diese Annahme ist in Carey's Augen grundfalsch; nach ihm hat über­all das directe Gegentheil stattgefunden: alle Ansiedelung hat zuerst fürlieb genommen mit dem ärmsten Boden und ist erst allmählich fortgeschritten zur Bebauung des reicheren. Diesegroße Thatsache" erweitert sich zu dem all­beherrschenden Gesichtspunkte seines reformatorischen Beginnens:die natür­liche Entwickelung der menschlichen Gesellschaft ist nothwendig überall und zu jeder Zeit ein stetes Fortschreiten zur Besserung ihrer Lage. Das sogenannte Malthus'sche Gesetz, daß die Volkszahl die Tendenz habe, in geometrischer, die Menge der Nahrungsmittel aber nur in arithmetischer Progression zu wachsen, ist die unwahrste Behauptung von der Welt.Uebervölkerung" ist ein Hirngespinnst englischer Theoretiker. Wo könnte für eine solche im Ernst