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Patriotische Lyrik aus Sachsen.
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Mit dem Schlußwort, an das wir mit allen seinen Consequenzen zu glauben das ernsthafte Bedürfniß haben, stimmen wir gern überein, ja vielleicht hätte es dem Laureaten zum Verdienst gereicht, wenn er die edle Tugend der Selbstbeherrschung gepflogen hätte, als es ihm noch freistand, seine gelassenen Worte groß auszusprechcn. Aber zu dem Vorausgehenden sei eine Anmerkung erlaubt. Das jetzt gestiftete Bundesverhältniß zwischen Sachsen und Preußen ist einer Civilehe nicht unähnlich, welche lediglich auf Contract besteht. NaKt die Poesie, um dem profanen Bund die höhere Weihe zu geben, so vergesse sie nicht, daß es sich in einem Hochzeitsgedichte bedenklich ausnimmt, von Scheidung zu reden. Würden solche Anspielungen landesüblich, so stehen wir nicht dafür, daß der gelehrte Dichter noch genöthigt wird, das MotivNa.ri6iit Lorussi" als Ritornell oder Kehrreim zu behandeln.

Ein diplomatisches Aktenstück bei einem Wnrsthiindler.

Wer länger in Rom gewesen ist und den Zweck seines Aufenthaltes nicht wie ein Engländer darin gesehen hat, sein Reisehandbuch an Ort und Stelle zu lesen, der wird sicher aus eigener Erfahrung wissen, was ein römischer Pizzi- caruolo ist. Andern hält es schwer den richtigen Begriff zu geben. Unser Wursthändler ist viel einseitiger als dieser, der den Verkauf um Heller und Pfennige nicht zu gering achtet; schwerlich aber ist er so populär wie sein römischer Zunftgenosse, bei dem um Ave Maria alle Welt vorspricht, um sich den Bedarf für die Abendmahlzeit zu holen und dabei ein Stückchen zu plaudern; und auf keinen Fall ist er so witzig wie dieser. Wer. des Dialektes mächtig, diese köstlich schlagenden Dialoge mit den bunt wechselnden Gästen belauschen will, wird sich höchlich darüber vergnügen, welche bedenkliche Hinneigung zu aristophanischen Freiheiten dieser Volkswitz nimmt, der nicht müde wird, sich immer zu wiederholen und sich in immer neuen Variationen auszuprägen.

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