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dem ministeriellen Blatte selbst die Fahne des Widerstandes gegen die Inten- tionen des Ministeriums erhoben, indem er seine Standesgenossen zur Ablehnung des Wahlgesetzes und des Parlaments auffordert. „Die mecklenburgischen Stände," bemerkt er, „können und dürfen zu dem Wahlgesetz und zu dem Parlament nur Nein sagen. Und daß sie das auch mit Erfolg können, müssen wir annehmen, sonst hätte man sie nicht fragen müssen. Wollten sie Ja sagen, so käme das einem Selbstmorde gleich; Parlament und Urwahlen widersprechen unseren Verbältnissen zu direct. Will man uns dennoch hineinzwingen. so sollen die Stände wenigstens die Gewaltthat nicht durch ihre Zustimmung verstecken helfen, vielmehr ihre Rechte wahren für bessere Zeiten." Der Artikel schließt mit den Worten: „Wer kann wissen, ob nicht ein Widerspruch der mecklenburgischen Stände gegen das Parlament hie und da bestimmenden Orts ganz erwünscht sein möchte?"
Indessen wird die Anstrengung dieser Partei eine vergebliche sein, selbst wenn es ihr gelingen sollte, auf dem bevorstehenden außerordentlichen Landtage die Mehrheit zu erlangen. Die Ablehnung würde voraussichtlich für sie die Folge haben, daß der Rechtsgrund ihrer Existenz einer neuen Prüfung unterzogen würde, welche leicht mit der Wiederaufnahme des im Jahre 18S0 gewaltsam unterbrochenen constitutioncllen Staatslcbens endigen könnte. Die feudalen Stände haben in der Bevölkerung keinerlei Halt und Unterstützung und mit ihrer Macht ist es aus, sobald sie die Regierung nicht mehr auf ihrer Seite haben. Die feudale Partei hat daher — immer vorausgesetzt, daß man in Berlin nicht aufhört, die Sache des neuen Bundes ernstlich und nachdrücklich zu fördern — nur die Wahl, ob der Anschluß Mecklenburgs an den Bund mit ihrer Zustimmung oder ohne dieselbe geschehen soll.
Kirche und Schule im WuMrthal.
Schon manchen Fremden, dem das Wupperthal einiges Interesse abgewonnen hatte, und schon manchen Eingeborenen, der sich draußen in der Welt oder kraft inneren geistigen Aufschwungs über die bewußtlose Hinnahme alles Heimischen als eines Selbstverständlichen erhob, hat die Frage gequält, woher die hier wahrzunehmende besondere Stärke und Lebendigkeit des religiösen Triebes stamme? Denn es ist nicht etwa nur ein übertreibender zufälliger oder künstlich gemachter