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Ein Brief vom preußischen Heer in Mähren.
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und Gemeinen die Intelligenz beim Angriff und im Handgemenge jedes Lobes würdig. Selbst die Gemeinen sind sich der Ueberlegenheit. welche ihnen Umsicht und Gewandtheit giebt, wohl bewußt. Freilich bedarf keine Waffe so sehr der Kriegserfahrung, wie die Cavalerie, und die unsere ist nach dieser Richtung jetzt noch in ihrer Lehrzeit.

Auch die Artillerie thut ihre Schuldigkeit, Gemeine und Batterieoffiziere. Aber in dieser Waffe sind wir gegen die Oestreicher im Nachtheil, denn wir haben weniger gezogene Geschütze als sie. Vor dem Krieg ist der Kamps gegen das Beibehalten der glatten Waffe in unserem Heere lebhaft gewesen und von den Vertretern der neuen Richtung tapfer geführt worden; aber einflußreiche Mei­nungen stellten sich dagegen und wir waren damit nicht durchgedrungen. Die­ser Fortschritt wird der erste sein, den wir nach dem Frieden zu machen haben.

Im Tanzen ist unsere Armee nach harten Schlachttagen und unerhörten Strapazen so frisch und kampffähig, daß es jeden mit hoher Freude erfüllen muß, darin zu dienen. In Offizieren und Gemeinen lebt bei allem freudigen Selbstgefühl Billigkeitssinn und menschliche Gesinnung. Wir sind stolz darauf geworden, Preußen zu sein, und das darf man uns nicht verübeln, denn wir haben uns tüchtig gerührt. Wir werden, wills Gott, auch unsere Schuldigkeit thun bei der Arbeit, welche uns noch bevorsteht.

Eine Mahnung an Oestreich.

Wer den dritten Juli 1866 miterlebt hat, wird gewiß, und würde er auch ein noch so hohes Alter erreichen, den Tag nicht vergessen. Der preußische Sieg, man wird ihn hoffentlich bald den deutschen Sieg bei Königgrätz nennen dürfen, begründet einen neuen Abschnitt in unsrer Geschichte. So gewiß wir davon überzeugt sind, so schwer wird es uns doch noch, aus die Frage: Was nun? alsbald eine bestimmte Antwort zu ertheilen. Wenn wir. die wir doch mit einem klaren Ziele vor den Augen in den schweren Kampf gegangen sind, in unsrer Rede stocken, vorläufig nur Hoffnungen und Wünsche aussprechen können, wer wird es den Völkern Oestreichs verargen, daß sie, über ihre Zukunft be­fragt, verstummen. Haben sie doch die größte Mühe, sich gegenwärtig zu halten,

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