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Alte Fastnachtsspiele : Vortrag am 7. Februar 1866 im leipziger Professorenverein gehalten.
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S. 126: man hat das vor wol mer geHort, das stauen die zu narren machen, die allzeit in Weisheit wachen, die weisen in der alten e, Salomon und Aristotile, damit Absalon und Sampson die mussten sich all tcuschen lon. das macht der stauen susse ininn, das sie beraubt werden irer sinn. Neben Salomon. Aristoteles und Samson wird S. 1039 auch Vergilius genannt, die weisesten und stärksten, die alle an Weibern erblindet waren. Frau Venus fügt S. 263 als fünften den Sokrates hinzu. Und Aristoteles selbst bekennt S. 1S0:

gcnadt mir, edler herre mein, kein man auf erd so weis mag sein ein weib esst ihn, ob sie wil; sie kunnen susser wort gar vil und thun sich auch gar hübsch aufpflanzen; sie machten ein münch im klostcr tanzen. Unter Ihnen, w. D., die Sie sich heute hübsch aufgepflanzt d. h. geschmückt haben, wird zwar keine sein, die durch süße Worte einen der vielen hier an­wesenden Aristotelese dahin bringt, sich auf die Hände zu legen und den Rücken zu einem Ritt durch Garten oder Stube darzubieten, alle aber werden ohne süße Worte die hier versammelten Herren tanzen machen, zumal sich kein Münch unter ihnen befindet. Von allen aber, die mir geduldig Gehör geschenkt haben, nehme ich Urlaub mit den Worten eines der Ausschreier (S. 46): hett wir mit unsern vasnachtspiln euch kunnen machen freuden vil wer unser aller (d. h. mein) freud und will.

Vermischte Literatur.

Carl Friedrich Ncbenius. Ein Lebensbild eines deutschen Staatsmannes und Gelehrten. Von Dr. 'Joseph Beck. Mannheim, Druck und Verlag von I. Schneider. 18KK. 128 S. 8.

Der Versasser, bekannt durch seine treffliche Biographie Wessenbergs, giebt uns