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Die berliner Bildhauerschule. 3.
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ein neues riesiges Werk: die Reiterstatue Friedrich Wilhelm des Vierten, welche, als Pendant der im vorigen Artikel erwähnten des regierenden Königs von Drake, auf der kölner Seite des Eingangs zur Eisenbahnbrücke über den Rhein aufgestellt werden sollte. Hier ging Bläser wieder, um mich eines populären Ausdrucks zu bedienen,recht ins Zeug". In Formen und Bewegung gab er Roß und Reiter etwas über die Natur gesteigert Kühnes und Massiges, das unter den ungeheuren Maßen der dortigen Umgebungen wohl bedeutend zu­sammenschrumpft, immer aber auch dort der Totalerscheinung einen Effect sichern wird, welcher ein ganz schlichtes und simples Porträtgebilde dort nim­mermehr auch nur annähernd erreichen würde. Bei der Concurrenz um das, Friedrich Wilhelm dem Dritten in derselben Stadt zu errichtende Monument war Bläser natürlich mit auf dem Platz. Zwar wurde seine Skizze nicht mit dem ersten Preise gekrönt. Aber nach Art moderner Concurrenzen übertrug w«n ihm die Ausführung des Reiterstandbildes, seinem Mitbewerber Schievel- dein die des Postaments. Das Endresultat kann sich jeder selbst sagen, da er noch inmitten der Arbeit an seinem Modell ist, wollen wir nicht aus der Schule plaudern.

Von rein idealen Gestalten Bläsers sei noch die schöne und anmuthige der Gastfreundschaft" genannt, die erst ganz neuerdings im großen Modell vollendet worden ist, und neben ihnen und den großen Monumentalwerken eine Menge von Statuetten und Büsten, jene oft von humoristisch-poetischer Bedeutung, letztere durch die frappante lebensvolle Wahrheit immer ganz besonders ausgezeichnet.

Die neue Zeitschrist sür bildende Kunst und ihr Publikum.

Das erste Heft einer neuenZeitschrift für bildende Kunst" liegt vor uns: s°'t etwa vier Jahrzehnten der vierte Versuch, durch regelmäßige Mittheilungen für die Kunstvroduction und Kunstwissenschaft unserer Tage im weiteren Kreis aller Gebildeten ein tieferes Interesse zu erwecken. Bekanntlich find die drei ersten Ver­suche, das cottasche Kunstblatt, dann das berliner, das ihm folgte, und neuerdings die wiener Recensionen über bildende Kunst nach kürzerer oder längerer Dauer schließ­lich an der Theilnahmlosigkeit des größeren Publikums gescheitert. Ein Schicksal, d»s zum Theil wohl der unüberwindlichen Gleichgiltigkcit Schuld zu geben ist, mit

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