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Prellers Landschaftszeichnungen.
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Prellers Landschastszeichmmgen.

Friedrich Prcllcrs Originalzeichnungen, photographirt von William Kemlcin. 1) Stu­dien und Landschaften aus Italien. 2) Römisches Stizzenbuch (1860). 3) Größere Landschaften. 4) Deutsches Skizzenbuch. 5) Album landschaftlicher und figürlicher Darstellungen, Ansichten, Kustenbilder :c.

Sehr selten begegnet es, daß ein lebender Künstler seine Skizzenbücher herausgiebt. Die meisten Maler, welche wie Preller noch fortwährend rüstig schassen und Vorbereitetes ausarbeiten, Pflegen gesammelte Studien undMo­tive" sorgsam für sich zu behalten, weil sie derselben bei der Arbeit stets als Promptuarium bedürfen. Daß Preller diese Gewohnheit nicht hat, ist ein sehr bedeutsames Zeugniß für die Art seines Schaffens. Seine Compositionen ent­stehen nicht aus mustvischer Verarbeitung vorgefundener Elemente, sondern er gestaltet wenn es ihm nicht, was äußerst selten ist, auf landschaftliches Porträt ankommt immer aus der Fülle seiner Phantasie, und nur um sich der Natur im Einzelnen zu erinnern, benutzt er seine Skizzen. Man erkennt in diesem Zuge, der den vollendeten Künstler anzeigt, die Verwandtschaft mit dem alten Koch, seinem herrlichen Lehrer. Gleich ihm arbeitet auch er nie aus dem Einzelnen ins Ganze, sondern umgekehrt, aus dem Ganzen, das er er­findet, ins Detail, für welches die Natur allein die Lehrmeisterin ist. Darum empfinden wir angesichts der Bilder dieser beiden Künstler wohl immer den Geist und den Gesammtcharakter einer bestimmten Natur, sogar einzelner Ge­genden, aber es scheint im Maler die nämliche Kraft zu wirken, die jene wirk­lich vorhandenen Dinge geschaffen; nur spricht er den gleichen Inhalt in an­derer, ihm eigenthümlicher und seinem Gegenstande allein angemessener Sprache aus. Ihm steht immer das. was er in der Wirklichkeit antrifft, zurück hinter dem, wie es zum Ausdruck kommt. Der Natur durchs Auge in die Seele zu blicken ist seine Aufgabe: die Bekanntschaft mit den kleinsten Einzelheiten der umgebenden Welt leitet ihn rückwärts auf das Geheimniß des Werdeprocesses der organischen Schönheit; und hierdurch vor allem rechtfertigt sichs, wenn man Von historischer Landschaft redet. Diese historische Auffassung spricht sich aus in dem Bestreben, alle Form wirtlich als solche zu sehen und wiederzugeben, sie durch die Linie zu umschreiben. Und in dieser Kunst des Auges ebenso wie der Hand ist Preller unübertroffener Meister. Die Natur liegt gleichsam nackt vor ihm, und wie sein Blick in jede Faser eindringt, ist seine Wiedergabe ohne alle Phrase, bestimmt, ernst, energisch bis ins Feinste und Letzte. Dabei jedoch vermeidet er, was uns zuweilen in Zeichnungen von Künstlern der ersten Jahr-

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