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Hochschulen einer Reform bedarf, und es ist möglich, daß in dieser Richtung bald Wichtiges geschieht. Eine gründliche Umgestaltung der betreffenden Anstalten, eine solche im deutschen Geiste, welche Methode des Unterrichtens wie Disciplin vollständig verändern müßte, ist nicht zu erwarten, vielleicht aber wenigstens eine Annäherung an das Richtige im Einzelnen.
Der Nationalverein.
Wenn über irgendeinen Punkt auf allen Seiten des Nationalvereins Uebereinstimmung bestehen könnte und sollte, so ist es gewiß darüber, daß das Schauspiel der bisherigen Generalversammlungen sich nicht wiederholen, darf, daß diese unglückliche Form einer ML-mvIe zusammengewürfelten Vereinigung mandatloser Personen aufzuhören hat und einer zweckmäßigen Organisation Platz machen muß. Wann hat man es je in anderen Ländern erlebt, daß ein politischer Verein, welcher sich selbst achtet und welcher von anderen mindestens eine Beachtung des Ausdrucks seiner Ueberzeugungen beansprucht, den jährlichen Rechnungsabschluß seiner politischen Intelligenz von Versammlungen abhängig macht, deren Zusammensetzung von Jahr zu Jahr unerhörter und abenteuerlicher wird? Wie ist es möglich, auch nur mit einem Schein des Anstandes Beschlüsse in die Welt zu senden, die einer Versammlung wie der frankfurter entsproßt sind, wohin soll es führen, wenn eine Afsemblee von 156 Hessen, 131 Frankfurtern, 46 Nassauern und einigen andern Deutschen sich feierlichst im Saalbau versammelt und mit Amtsmiene Namens des Nationalvereins Beschlüsse faßt, welche zwar nicht die Welt, wohl aber den Verein und das Vereinswesen überhaupt zu erschüttern geeignet sind.
Denn das ist, um es kurz zu sagen, das Hauptverderben an der Sache. Auf diese Weise discreditirt und ruinirt man die öffentliche Meinung. Freund oder Feind des Nationalvereins — jeder wird zugeben müssen, daß ein Verein von circa 17,000 Mitgliedern einen Theil der öffentlichen Meinung repräsentirt, daß er sich darauf berufen darf, als ein Organ derselben betrachtet zu werden. Um so mehr hat aber auch jeder, gehöre er dem Nationalverein an oder nickt, jeder, der die öffentliche Meinung nicht mißhandelt zu sehen wünscht, ein Interesse daran, daß der Nationalverein seinem selbstgewählten Beruf, als Organ