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Wieder einmal ein Wort von akademischer Freiheit.
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sie festzuhalten sucht, abhält, an der freien Bewegung eines Volkes, das im Ganzen mündig geworden ist, lebendigen Theil zu nehmen. Das sehen wir an dem Kastendüntcl, in dem die steifen Gelehrten und ihre rohen Schüler dem Gemeinsinne des öffentlichen Lebens sv fern stehen wie das Iunkerthum. Das wird nicht aufhören, bis sie einsehen, daß sie keine andere Freiheit brauchen als die allgemeine. Die Freiheiten sind der Freiheit Feind.

Noch einmal der mecklenburgische Landtag und das Prngelgeseh.

Selbsttäuschung ist es. von unserer gegenwärtigen Landesvertretung irgend­eine Abhilfe unserer Mißstände, einen Fortschritt zum Besseren zu erwarten. Es fehlt dem Landtag jede Lebenskraft, es fehlt ihm jeder Wille und jedes Vermögen, zur gedeihlichen Entwickelung unseres Staatswescns beizutragen. Ein lebensmüder Greis tagt er Jahr aus J.,hr ein seine Zeit ab, nur hin und wieder aus der Lethargie aufgerüttelt, wenn einzelne Borlagen ihn' ein wenig aufregen, d. h. dann, wenn Fragen discutirt werden, von denen Stände eine Läsion ihrerhabenden Freyheiten und wolerbrachtcn Rechte" besorgen. DieSolidarität der conscrvativen Interessen" kommt dann zur Geltung, aber auch nur dann. Da.erwacht der schläfrige Alte, erhebt ein grimmiges Gestöhn, richtet aber nicht vielen Schaden an, indem er der Macht der Regierung ohn­mächtig gegenübersteht. Alle übrigen Fragen, die lediglich das Gemeinrecht, nicht sein eigenes berühren, lieg-cn ganz außerhalb seines Gesichtskreises:Was gehn mich Eure Leiden an?"

Alles dies hat die letzte Session des Landtages aufs Neue dargelegt: nichts Positives ist auf ihm erreicht, kein Fortschritt ist ihm zu verdanken. Ohne Interesse sah man ihn zusammentreten, ihn auseinandergehen; man hatte nichts von ihm erwartet, nichts hat er gebracht.

Es sind wenige Sachen allgemeiner Bedeutung auf ihm verhandelt, von denen wir hier noch einmal hindeuten auf die bekannte Debatte wegen der Be- fugniß der Prediger, ein kirchenordnungsmäßiges (christliches) Begräbniß zu ver­sagen. Es ist nicht das erste Mal, daß den Predigern diese Befugniß stän- dischcrseits bestrittcn worden; zur Erledigung ist freilich auch diesmal diese Frage nicht gelangt. Derjenige, der die Discussion über diesen Punkt gelesen hat, wird daraus die Ueberzeugung gewonnen haben, daß die Macht und der