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Pariser Brief.
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Pariser Brief.

Obgleich Kaiser Nikolaus allen seinen Unterthanen verboten hat, die französische Ausstellung von 1863 mit den Erzeugnissen ihrer Jndustne zu be­ehren, so wird die Weltausstellung doch stattfinden. Auch ohne Caviar und ohne Juchten werden die modernen olympischen Spiele in der liebreizenden Stadt Lutetia vor sich gehen. Die dritte Krystallpalastolympiade von wird die friedlichen Elemente der civilistrten Welt zu einem großen Kongresse vereinigen, während dahinten in der Türkei die Volker aufeinanderschlagen. . Der Krystallpalast, der die Aufgabe habeu wird, alle Wunder der modernen Industrie zu beherbergen, erhebt sich aus schönstem Sandsteine, was wahr­scheinlich zur Rechtfertigung seiner Benamung dienen soll die Decke aus Glas scheint wie eine beiläufige Zufälligkeit. Die Erzeugnisse der bildenden Künste erhalten nicht weit davon ein provisorisches Gebäude. Sie bleibe» von dem bis dahin, aller Voraussicht nach, fertigen Louvre ausgeschlossen, damit wir nicht unsre gute Gewohnheit ans Provisorische verlernen. Wozu dann die neuen Flügel im Louvre verwendet werden solle», ist noch niemandem klar- Vielleicht werden sie der Cent Garde, oder der kaiserlichen Garde zum Wohn- platze angewiesen werden. Es ließen sich Blätter vollschreiben, wollte man alle die industriösen Versuche, Ankündigungen, Vereine und Speculationen auf­zählen, denen die kaum angeregte Pariser Ausstellung das Dasein gegeben hat. Hier geschehe nur eines einzigen Unternehmens dieser Art Erwähnung, weil sich daran einige Auseinandersetzungen zum Frommen und Nutzen der deutschen Besucher knüpfen lassen. Gegenüber von der großen Oper, in der Rue Lepeletier befindet sich eine Passage, die nach der Nue Laffitte führt und die bisher einer jener Anstalten zum Theater diente, die nach den Ansichten großer Politiker dem Laster zum Durchgänge dienen, damit die Tugend um s" ungestörter ihren Gang gehen könne. Emil Girardin nun hat die Bewohn^' und Bewohnerinnen dieses Durchhauses erpropriirt, und man hatte zur Ze>^ dieses merkwürdigen Ankaufs viel darüber gesprochen. Die verschiedensten der komischesten Vcrmuthuugen wurden angestellt. Man wollte eine sehr hohe son hinter Girardin bemerken, welche das große Haus zum Besten einer ve» botenen Frucht ankaufen ließ. Man behauptete, 'Girardin kaufe das Ha>^ mit dem Ertrage der Geschenke für seine stets verdächtigte Politik vor und nach dem Staatsstreiche. Man errieth alles, nur die Wahrheit nicht. Wem soll" es auch einfallen, daß der Director der Presse an die Spitze einer gastro»^ mischen Gesellschaft getreten sei, um der Gründer eines großen Speisehauses zu werden! Und doch ist es so. Die Passage Artois wird zu einem Pry'' taneum zwar nicht für verdiente, so doch sür verdienende Besucher der Capital