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er zuerst in München als eine esoterische Lehre vortrug und dann in Berlin als eine neue Fahne der streitenden Kirche aufpflanzte, dürfte von minderm Belange sein. Indessen in einer Rücksicht wäre sie doch nicht zu umgehen. Man würde hier bei der offenbar entarteten Methode manche Fingerzeige für die Fehler der'Methode überhaupt finden, und die Irrwege, die sich bei einer feinern und glänzendern Bearbeitung dem Auge verbergen, leichter aufspüren.
Aus Paris.
Der vierte Band von Verons Memoiren ist womöglich noch läppischer und unbedeutender als die bisherigen. Man erkennt nun besser, den hohlen Faiseur, der wol die industriöse Charlatanerie der Zeit wohl aufgefaßt hat, aber jeden Blicks in das geistige und politische Leben der Epoche entbehrt. Ein Kammerdiener irgendeines Ministers, der seine Memoiren im Vorzimmer des Empfangsaales schriebe und von Zeit zu Zeit unredlicherweise eine Copie eines historischen Dokumentes in seinen Besitz brächte, könnte nicht gemeiner und nicht mehr «,<zre«z it tver» sein als dieser Veron. Das Inhaltsverzeichnis) seiner Capitel ist das Beste am Buche uud der Charivari sagt mit Recht, daß der Erfinder der ?üte KsKnanw auch einen neuen Diebstahl erfunden habe'- „le vol -ru sammmre." Man hat behauptet, Jean Paul habe seine Einfälle, Bergleiche und Aphorismen in einen Hut geworfen, um sie dann in gefälliger Reihe zu benutzen, in den Verlauf seiner Erzählungen oder Abhandlungen ein- zuflechten; Veron scheint die wenigen Briefe und inedirten Anekdoten, in deren Besitz er ist, ebenso durcheinandergeworfen zu haben, um sie dann eingerahmt in unausstehliches altes Ahnengeklatsche wiederzugeben. Seine Bornirtheit »l politischer Beziehung haben wir längst gekannt, wir hatten aber noch immer geglaubt, baß die originelle geistreiche Weise, mit der einige Artikel des Con- ftiiutionel abgefaßt waren, sich auch in diesem Werke nicht verleugnen werde- Wir hatten vermuthet, Veron werde uns über daS Thcaterwescn, über seine häufige Begegnung mit den Schriftstellern und Künstlern der Zeit interessante, wenigstens pikante Mittheilungen machen. Nichts von alle dem. Dort, ihn die Anekdote verläßt, läßt ihn auch sein Geist im Stiche. Wir wüßtt» auch nicht eine einzige feine Beobachtung ihm nachzuerzählen. So enthält das fünfte Capitel nebst Anekdoten, Wiederholungen und langweiligen Aus- einandcrsetzungen über LouiS Philipp und die Staatsmänner seiner Zeit, neben einer platten und geschäftlichen Erzählung der Geschichte des Constitutionel, die ein Pächter geschrieben haben konnte, auch ein Capitel über Fräulein Rachel- Wir erfahren darin, welche die vorzüglichsten Tragödincn der französische"