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weise, als dcn Grundsätzen entsprechend sei. — Das Verdienst, ihm in allen Wendungen seines GedankcngangeS gefolgt, sie alle bloßgelegt zu haben, kommt dem Verfasser dieser Broschüre in hohem Grade zu und in diesem Sinne verdient sie die Aufmerksamkeit aller Politiker, umsomehr, da sie mit der edelsten Patriotischen Wärme geschrieben ist. Aber wir glauben, daß mehr als alle Dcductionen ein äußerer Umstand dazu beitragen wird, dies Gewebe von Sophismen zu zerreißen. Die Voraussetzung nämlich, von welcher Herr Stahl ausgeht, erweist sich als irrig. Preußen befindet sich nicht in der Lage, mit Oestreich eine imposante Neutralität zu behaupten, sondern Oestreich schließt sich den Wcstmächten an; wenigstens scheint es so im gegenwärtigen Augenblick. Jetzt dürste es doch Herrn Stahl so gehen, wie dem Zauberlehrling, der die Geister wol zu beschwören, aber nicht zu bannen verstand und dcn sie daher mit Wasser überschütteten. Werden die preußischen Staatsmänner glauben, auch gegen Oestreich ihre imposante Neutralität zu behaupten? Werden sie glauben, auch gegen Oestreich die übrigen deutschen Staaten vereinigen zu können? Wenigstens Herr Stahl wird es wol selbst nicht glauben. Wenn es wirklich dahin kommt, daß der Kampf sich über alle europäische Staaten ausdehnt, daß also Preußen Partei nehmen mnß, da fragt es sich denn doch noch immer, ob das angeblich conservcttive Princip stark genug sein wird, um alle realen Jntercsscn zum Schweigcn zu bringen. — Aber doch müssen wir Oestreich beneiden, daß es nicht erst nöthig gehabt hat, diese Probe zn bestehen, daß sich in ihm keine Partei gefunden hat, die das principielle, d. h. das Standes- intcrefse, über das StaatSintercsse setzte, daß die östreichische Regierung, die viel mehr Ursache hatte, mit England unzufrieden und gegen Rußland dankbar iu sein, als Preußen, dennoch im entscheidenden Augenblick sogleich die Entschlossenheit besaß, die einzige Fahne aufzupflanzen, die entscheidend sein dars, die Fahne der nationalen Ehre und Unabhängigkeit.
Wochenbericht.
Aus Varna. (i. August.) Nach allem zu urtheilen, was ich hier sehe, ^'«r cs keine bloße Phrase, wenn jüngst die englischen Journale sagten: Rußland ^erve noch im Lauft des Sommers ein Schlag treffe», von dem cs die Folgen ein Jahrhundert lang fühlen dürfte. Die Vorbereitungen zur Landung in der Krim Werden in einem riesigen Maßstabe betrieben, und man darf dreist behaupten, dap dieses, in Hinsicht aus die Menge der überzuführenden Truppen, die größte Lan- dungScxpedition sein wird, welche jemals unternommeu wurde. Auf der Rhcde, die ^ von mciuem Fenster aus uoch kaum ganz übersehen kann, zähle ich, außer den hier ankernden KricgSsahrzcugeu über hundertnndzwanzig Transportschiffe. Am