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Panorama von Konstantinopel vom Seriaskerthurme oder Gangin Kulle (Feuerthurm) aus.
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Panorama von Konstantinopel vom Seriaskerthurme oder Gangin Kulte (Fenerthnrm) ans.

Man orientirt sich in einer Gegend, über welche keine ausreichenden und ins Detail eingehenden Aufnahmen vorhanden sind, nicht eher, als bis man sie vom höchsten Punkte aus überblickt, in einer Stadt nicht, bevor man den weitschauendsten ihrer Thürme bestiegen und von da aus Einblick in ihre Gassen und Winkel, in die Räume, welche die Häuserreihen umschließen und in deren Zusammenhang und ihre Gliederung genommen. Je größer der Ort, desto- rveniger kann man dem Bedürfniß entsagen, einen solchen Einblick von oben herab in sein Innerstes und gleichzeitig über seine Grenzen hinaus zu nehmen. Daß in Berlin keines Thurmes Höhe, und auch die des Kreuzberges dazu nicht ausreicht, erkennt ein jeder als einen Hauptmangel für die Uebersicht der preußischen Hauptstadt. In Paris besteigt man zu dem Zweck den Doppel­thurm von Notredame oder den Montmartre, in Wien den St. Stephan, in Rom die Kuppel von St. Peter oder den Monte Capitolino, in Athen die Akropolis endlich in Konstantinopel den Gangin Kulle in Stambul oder den Wartthurm von Galata.

Unter den Freunden byzantinischer Aussichten und Nundgemälde besteht ein schon lange währender Streit darüber, welcher von beiden Hochpunkten, in An­betracht des Panoramas, welches er bietet, den Vorzug vor dem andern ver­diene. Der Thurm von Galata liegt auf dem äußersten südlichen Vorsprung des schmalen und langgestreckten Hügelrückens, auf dessen Grat die grande Rue de Pera hinläuft, und der auf seinen östlichen und westlichen Abhängen den größeren Theil der Frankenstadt, auf dem südlichen aber Galata trägt, dessen Mauern bis zum Meere hinabreichen, welches eine weite Strecke entlang ihren Fuß bespült.

Der Seriaskerthurm oder Gangin Kulle dagegen erhebt sich ziemlich in der Mitte des zweiten jener sieben altclassischen Hügel, auf denen noch heute Stambul thront, im Unterschiede von Rom, welches die seinigen zum Theil verlassen hat. Um eine Wanderstadt in solchem Sinne zu werden, fehlte, man kann es sagen, für Neu-Byzanz der Raum. Von der einen Seite das goldene Horn, von der andern durch das Marmommeer eingeengt, hätte die Woge des Häuseroceans über die Mauer hinausschreiten müssen, welche das Drei­eck auf der landwärtigen Basis gegen Nordwesten abgrenzt, womit dann die Vortheile des Hafens und der nahen Verbindung mit dem nachbarlichen Gegenüber von Pera-Galata und Skutari-Kadikoj verloren gegangen Isein würde. Das ist der Zauberbann, in welchen diese Gegend alles hineinzwängt und festhält, was in ihr seßhaft geworden. Was auch die künftigen Geschicke