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getreu der Geschichte nacherzählt, nicht als der Ansdrnck eines nothwendigen Schicksals vor, das den Menschen aller Zeiten gleich verständlich sein muß, sondern als die Folge von Voraussetzungen, die nns nicht mehr in dem gleichen Maße rührt, weil sie nicht mehr die unsrigcn find.
Man erlaube mir, zum Schluß auf den letzten principiellen Grnnd hinzu- dcntcn, der unsre ncnen Dichter zn so ungeheuerlichen Problemen in der Anlage ihrer Fabelu wie ihrer Charaktere treibt. Vor der großen französischen Revolution war der Idealismus der strebsamen Jugeud ein gleichmäßiger nud eiu sicherer; als der Verlauf dieser Revolution die Erwartungen täuschte, wurde man an seinen Idealen irre; man fing an, zu analysiren, man bemühte sich, das Unrecht des Rechts und das Recht des Unrechts sophistisch zu begreifen. Daraus ging eine EmpsindungSwcise hervor, die sich selber nicht mehr verstand, eine Poesie, die in Kontrasten lebte, und ein Glaube, der sich selber ironisirte. Wir werden noch häufig Gelegenheit haben, auf diese Umkehr der Ideen zurückzukommen.
Das französische Heer.
2.
Das französische Heer, dem östreichischen an Zahl noch überlegen, besteht ganz aus derselben Nationalität, und wird schon deshalb große Bedeutung in allen Kämpfen der Zukunft gewinnen. Weder der Elsasser, noch der Baske, noch der Provence und der Bretagner, die vier verschiedensten Elemente der französischen Armee, denken daran, ihre Heimath von dem Geschicke Frankreichs zu trennen. Sie bespötteln einander, und sind eifersüchtig auf einander, gilt es aber den Kampf gegen das Ausland, so sind sie doch Alle wieder von Kopf bis zur Sohle Franzosen. Mag auch Frankreich in seinem Innern von noch so vielen politischen Parteien zerrissen sein, die Macht seiner Armee gegen das Ausland wird dadurch nicht geschwächt. Ein edler Nationalstolz wird dem Franzosen nnter allen Umständen verbieten, fremde Hilfe gegen seine eigenen Landsleute anzurufen; derselbe Stolz wird ihu seurig uuter die Fahnen führen, sobald er glaubt, daß auswärtige Mächte sein schönes Vaterland ernstlich bedrohen könnten.
Die französische Infanterie besteht (ungerechnet die abgesonderten eigenthümlichen Corps in Algerien) in 7ö Linienregimcntern, 25 leichten Regimentern,und 10 Bataillonen O.-^mi» ^ xieü. Jedes Regiment zählt in 3 Bataillonen 18 Compagnien, jedes Chasseur-Bataillvn 6 Compagnien, also die gesammte Infanterie 310 Bataillone, 1860 Compagnien, die gegenwärtig eine Stärke von 276,000 Mann besitzen, welche auf dem Kriegsfuß, wo jedes Bataillon sogleich lim 2 Compagnien vermehrt wird, noch ansehnlich verstärkt werden kann. Die