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Heldensagen von Firdusi.
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Wo kam der Thron des größten Königs hin? Wo sind die Großen all' von Heldensinn? Wo sind die Weisen all' nnd die Kcleln'tc», Die rastlos ihren Geist mit Wissen nährten ? Wo sind mit ihrer Stimme sanftem Ton >lnd ihrem Neiz die Schönen hingcfloh'n? Wo die Bedrängten, die in Pergesschluchten Ehren- nnd rühmlos eine Zuflucht suchten? Wo Die, die mit den« Haupt zum Himmel ragten, Und Jene, die den wilde» Löwen jagten? Sie wurden allgcsammt des Standes Bcntc! Heil dem, der nnr die Saat des Guten strente! Aon Erde sind, zn'Erde werden wir; Voll Angst »nd Kummer sind ans Erden wir; Dn gehst von hinnen, doch es währt die Weit, »nd Keiner hat ihr Räthsel aufgehellt; . Voll weiser Lehren ist für uns ihr Lauf, Warum denn dachten wir so wenig dranf?

^>ns aber, wünsche» wir, möge dem Uebcrsctzer fern bleiben Gcnuithsruhc in der Ein-

^'"kcit. Denn, singt ein anderer persischer Dichter:

Wer in der Einsamkeit Gemnthcsruhe'fand, Legt an der Menschen nnd der Hnndc Zahn ein Band, Wirft voil sich des Papieres nnd der Feder Tand/ Befreit sich von des Svlitterrichters Mnnd nnd Hand.

sollte sie ihm aber zu Theil werden, dann möge er Sadi zu Schanden machen

vv» den Splittcrrichtcrn hat er ohnehin nichts zu fürchten.

Neise nach Jftvien, Dalmatien und Montenegro

von I. G. Kohl. Zwei Theile. Dresden, Arnoldischc Buchhandlung. -I8Ü1.

Die« neue Wert unsres bekannten Reisenden hat alle Vorzüge, welche seine Reisewerkc ^raktcrisiren. Kohl versteht in ausgezeichneter Weise viel in kurzer Zeit zu sehen und geschickt oii allen Seiten Erkundigungen einzuziehen. Sein Urtheil über fremde Menschen und Zustände l trotz aller Schonung und Rücksicht, die er als privilegirter Reisender zu nehmen hat, "»befangen und verständig, er hat ein gntcs Auge für das Charakteristische nnd 'cl Talent, dasselbe i» kleinen Zügen, Beschreibungen, Anekdoten anschaulich zu machen, '"ch Styl und Darstellung find lebhaft, an einzelnen Stellen vortrefflich. Aber auch , >U' Schwächen sind bekannt, und man muß zuweilen bedauern, das, ein so ausgezcich- Reisctalent sich darüber nicht ganz hat erheben können. Zunächst hat er keinen Kreis Interessen, in welchem er dem Leser eine Autorität werden könnte; weder in den , ^"Wissenschaften, noch in der Geschichte, noch in den politischen Verhältnissen, noch 'U de» Alterthümern eines Landes ist er vollständig orientirt, nnd da das Völker- nnd , "tnrleben der Gegenwart vst nnr verständlich wird, wenn man seine Vergangenheit wissenschaftliche» Interesse übersehen kann, so reicht auch die virtuose Begabung, '5 Gegenwart geschickt zu scheu, nicht immer aus, dem Leser ein gutes Bild der Er­zwungen zu geben. Wer durch das Stcinland Dalmatien reist, würde dem gebildeten einen großen Gefallen thuu, wenn er die Formationen der Gebirge mit den Auge» Geologe» anzusehen wüßte, und die viele» interessanten Bemerkungc» über die Zische» Stämme Dalmaticns könnten eine Bedeutung um dann gewinne», wc»» der