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lich im Anfang ihres Entstehens sich nur wenig hinauswagen, oder, wenn sie eö doch thu», verunglücken, daß sie mit der Zeit kühner und kühner werden, bis sie endlich, gleich dem einzelnen Menschen, wieder ermatte» und in ihre urspüugliche Beschränktheit zurückkehren. Daß die heutige Musik kühnere Sprünge wagen darf, als die des vorigen Jahrhunderts, ist vollständig in der Natnr der Dinge begründet, und kann nicht im Mindesten die Reinheit der Touhmst trüben, vorausgesetzt, daß sie bei diesem Abschweifen das Gleichgewicht nicht verliert. So erscheint das Verhältnis;, so lange wir an der Forderung festhalten, daß ein jedes Tonstück in sich selbst das absolute Gleichgewicht darstelle. Wäre diese Forderung berechtigt, so würden Compositioncn, die der Knust würdig wären, nnr in der Ansdehnnng der Grenzen verschieden sein können. Aber nun leuchtet schon ein, daß eö, je weiter die Grenzen ausgedehnt werden, um so schwieriger wird, das absolute Gleichgewicht iu einem einzigen Tonstück herzustelle», da dieses ja eben darin besteht, daß »ach alle» möglichen Seiten hin das Excentrische iw vollständig gleichem Grade vor uud wieder zurückschreitet. Die Reinheit der Tontnnfl kann also ihren vollendeten Ausdruck nur in dem gesammlen musikalischen Lebe» finden, das Jemand führt, und eö taun uicht darauf aukvmmeu, daß wir uuö keinen Moment in entferntere und einseitigere Regionen verlieren, sondern nur darauf, daß wir im Gauzeu uicht auf Abwege gerathen. Darum muß eiu Jeder mit sich selbst zu Rathe gehen, wie weit er sich den Extremen bachantischer Lust, träumen- scher Sentimentalität, nebelhafter Romantik, leidenschaftlicher Zerrüttung uud geistreicher Sonderbarkeiten überlassen darf, ohne Gefahr, daß diese Geister niedere» Ranges den Sieg in ihm davon tragen. Ueber einzelne Werte dieser Richtung wäre, weun sie sonst gut siud, kein Wort z» verlieren; aber das ist cm Unglück, daß unsre Zeit sich ihr ausschließlich hingiebt.
Ans Lausanne.
In der Siegel beschließen die Reisenden, die nach der Schweiz kommen, um >" möglichst kurzer Frist möglichst viel zu sehen, ihre Tour mit dem Genfer See, u» sind zufticdeii, wenn sie sich so viel Zeit erübrigt haben, nvch im Fluge die Haup - städte am See, die nun einmal im Rufe sind, durchlausen zn haben. Ich muß gcstchu>- daß ich den Geschmack Derjenigen bewundere, die unersättlich im Erklimmen nackter Felsen, unermüdlich im Aussuchen von Schnee und Eis, es über sich gewinnen können, an dem reizendsten Bilde, wie im Fluge, kalten Blickes vorüber zu eilen. Ich ^""^ daß es manchem der Leser nicht unangenehm sein wird, mich aus einer kleinen -P menade zu begleiten, die mir zu den angenehmsten zu gehören scheint, deren m sich hier am Genfer See erfreuen kann, ich meine die nach dem Signal dc Bougy-
Um nach Bougy zu gelangen, hat man zum größten Theile der großen Landstra^ von Lausanne nach Genf zu folgen, ein Weg, der dadurch viel an seiner sonstigen "