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Ein neues Gemälde von Paul Delaroche.
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kann in diesem geistigen Raffinement eben so viel Manier und Carricatur ein­treten, als in dem materialistischen. Auch in der Poesie findet man beide Extreme häufig; vereinigt. Ich erinnere nur an Fwdvric Soulu;, der mit dem­selben Behagen, wie Victor Hngo nnd seine Schule, die materiellen Zuckungen des Fleisches darstellt, uud auf der andern Seite ein psychologisches Raffinement anwendet, das sich in einzelnen Blicken uud einzelnen Lanteu aussprechen soll, die vollständig zu erklären, ein paar Bände analytischer Zergliederung kaum aus­reiche». Die höchste Sentimentalität und der höchste Materialismus grenzen hart an einander.

Es möge für jetzt mit diesen flüchtigen Andeutungen genng sein; wir kommen bei der Besprechung verwandter Gegenstände noch einmal daraus zurück.

Das Bigneronsfest zu Vevay.

Die ungeheuren Anschlagezettel, die Einladungen in öffentlichen Blättern, die im Voraus gefertigten Bilder deö Festzngs nebst allem Zubehör, der mit jedem Tage wachsende Zndrang der Fremden und all' die sonstigen außerordentlichen Zurüstungen mußten auch bei Demjenigen, der sonst nicht so ungeheuer schau­lustig und neugierig ist, den festen Entschluß hervorbringen, aus weuigsteuö einen Tag sich an einen Ort zu begebeu, der, selbst weuu die vielgerühmte Festfeier weniger befriedigend sein sollte, doch schon durch die enorme Menge seiner Be­sucher ein lebhaftes Interesse darbieten mußte. Also den Donnerstag in Vevay! - so hörte man überall rufen, wobei Mancher schon mit Resignation hinzufügte: Nachtquartier unterm freien Himmel! denn für den gewöhnlichen Besucher, der nicht gerade nahe Frenude im Orte selbst hatte, war natürlich bei deu ungeheuren Preisen an Logis und Bett für die Tage des Festes selbst nicht zu denken; muß­ten doch selbst die reichsten Reisenden, die es verabsäumt hatten, vorher sich eiuzumietheu, trotz ihres Geldes und der höchsten Gebote, in ihrem Wagen über­nachten, uachdem ihnen andere, vorsichtiger als sie selbst, die letzten Betten und Zimmer in der Stadt zu dem sehr mäßigen Preise von 600 bis 800 Franken weggenommen hatten. Endlich rückte der Vorabend des ersten Festtags heran, und wir, mehrere Freunde zusammen, die es vorzogen, den Weg von Lausanne bis Vevay Zu Fuß zurückzulegen, verließen unser Lausauue, wo man schon eineil Vorgeschmack des in Vevay herrschenden Tumults haben konnte, Schlag 11 Uhr, um bei Zeiten iu Vevay selbst einzutreffen, nnd die gehörigen Maßregeln für den großen Tag zu nehmen. So langweilig sonst der Weg von Lausanne nach Vevay er­scheint, so erschienen uns doch die 6 Stunden Wegs diese Nacht, die heiter uud wild, wie sie nur selten sind, eine ununterbrochene Camwane Schanlnstiger mit