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Pariser Botschaften.
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Camera zur Folie dienen, bilden ein anmuthiges Ganze und gewähren ein reizen­des Bild. Da begreift man die Freude am Tanze, es ist die Heiterkeit eines sinn­lichen Naturvolkes. Die Castaguetteu, die Musik, Alles gehört dazu; nur wenn diese lärmenden Kundgebungen nicht mehr genügen, wenn der Siunestaumel den höchsten Gipfelpunkt erreicht hat, dann, dann brechen die Gefühle der Lust in einen Frcudenchor ans, zu dem die Tanzenden, wie die Zuschauer, Juug uud Alt, ihre Stimme erheben. Es muß der ganze Mensch an der Freude des Herzens betheiligt sein, und diese geht auch auf die bloßen Zuschauer über, die im Gesänge eine Erinnerung der Vergangenheit feiern, oder eine Hofsnuug der Zukunft anöspre- chen. Was die Theater sonst berichten, verdient kaum eine Erwähnung, und von Alfred de Muffet'S neuem Stücke habe ich Jhucn bereits geschrieben. Wie voraus­zusagen war, hat sich die Speculatiou der Theilnahme, die der Proceß Bocarmv hier erregte, bereits bemächtigt. Es erscheint jetzt eine illustrirte Ausgabe desselben, zu drei Sous die Lieferung. Ich habe mir das Ding aus Nengierde angesehen. Die Tendenz dieser Publication uud vielleicht auch das Interesse, das dieser Pro­ceß fand, erklärt sich aus deu Illustrationen. Eine derselben stellt den Grafen Bocarmv im Hemde vor, wie er das Stubenmädchen Justine um den Leib saßt, und die Unterschrift lautet: „Der Graf Bocarm« prüft die Tugend Jnstincnö". Madame Bocarmö ist vorgestern hier angekommen; als sie auf dem Bahnhofe anlangte, erwarteten sie schon Haufen von Neugierigen, und damit man sie uicht crkenue, wollte die Gräfin die Etiquetten von ihren Koffern reißen lassen. Die Beamten weigerten sich, und sie lief selber zu ihreu Effecten, um diese Operation zu vollbringen. Interessant dürste es sein, zu bemerken, das Balzac ein Bekauuter des Hauses Bocarmv gewesen, und auch eiues seiner Werke der Gräfin widmete. Er spricht mit großer Achtung von ihr. Als er einst ans dem Schlosse von Bnry zu Besuche war, sührte ihn der Graf zn einem Ochsenhändler in der Nachbarschaft. Balzac brachte die Unterhaltung — seiner Gewohnheit nach — auf die Habsucht Dessen, bei dem er sich eben befand, und entwickelte eine solche Kenntniß des Ochsenhandels, daß ihm Jener einen Handel anbot. „Wofür halten Sie mich denn?" fragte Balzac. „Ich halte Sie für das, was Sie find, für einen Ochsen- Händler," erwiderte der Gefragte. Aehnlichcs widerfuhr dem Verfasser von „Eugcnie Grandes" und der „Komödie des Latour" sehr häufig.

Die Revolution in Portngal.

Im Jahre 18i8, wo das Revolntionsficber selbst die ruhigsten Philister Deutschlands aufleckte, wurde das seit 40 Jahren fast nie zur Ruhe gekommene Portugal seinem Charakter untreu und blieb unerschnttert. Jetzt, wo alle Welt

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