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Baiersche Politik.
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es auch, daß wir dieselben nur langsam sich erfüllen sehen, daß es unsern Kin­dern erst vergönnt sein sollte, den Bau zu vollenden, dem wir uns geweiht haben: unier Leben wird nicht verloren sein.

<Rm Portrait der Times.

Lange Zeit galt die Times für eine europäische Großmacht. Die Ehrfurcht des Philisters vor ihrem Niesenformat wurde auf ihren Inhalt übertragen; ihr Unheil war eine Autorität, von der an leine höhere Instanz appellirl werden konnte. Seit wenigen Jahren ist dieses'Ansehen des Londoner Blattes bedeutend un Abnehme». Bor Allem wagt man es, die TimcS einer plumpen und sünd­haften Juconsequcnz anzuklagen. Dieser Bvrwurs jedoch beruht auf einem Miß- vcrstandnlß. Wenn die Times bald die Weisheit eines Washiugtou, bald die Festigkett euies Nikolaus in den Himmel hebt; wenn sie vor Tisch den engherzigen Polizeigeist der Franzosen anspfeift, und nach Tisch den blutigen Bonrbon von Neapel m Schulz nimmt; wenn sie den ritterlichen Bertheidiger des schwachen Dänemark gegen die brutale Uebcrmacht der Deutschen spielt und dem insolventen Griechenland am Zahltage mit Faustschlägen, Bomben nnd Auspfändung drobt: so sind dies kleine und nnr scheinbare Widersprüche. Die Times leistet in diesem Kapitel Größeres, ohne sich selbst untreu z» werden. Sie überzählt die Rinder, heikel, Hammel, Kartvffelbushel nnd Gcflügelkörbe, die das letzte Dampfschiff ans Irland brachte, und gurgelt dabei einen'Fluch über das irische Bettlergewürm, das man nicht ^lvs würde, ehe man die grüne Insel auf eine Stunde unter Wasser setzte, (sie klopft auf einer Spalte der Göttin Hammouia herablassend auf die Schulter und versichert, daß diehamburgische Flagge in allen Meeren mit Hochachtung gegrüßt werde," und auf der nächsten Spalte' gießt sie den dcut- scben Landratten mit ihre» Flottengelüsten eine kalte Lauge vvu Svott uud Hohn über den Nacken. Sie wendet ihr Angesicht gegen Sonnennntergang und beschwört den Binder Jvnatban mit gefalteten Händen und mit den schmelzendsten Tönen christlicher Liebe, sich ja nicht vom Erobernngstenfel in Mexico nnd vom schnöden Mammon m Califvrnie» fortreißen zu lassen; nnd darauf kehrt sie ihr Gesicht gegen Svimeuanfgang, schlägt die Augen zum Himmel auf, schraubt die Mundwinkel herunter und rnft mit frommer Duldermiene: Herr, dein Wille geschehe! Die Prüfung ist hart, aber wir fügen uns. Wir sind gezwungen, ein kleines Kaiser­reich aus dem Leib Asiens zu schneide» uud die ganze Portion Punjab auf unsern geller z» legen. Möge uns wohl bekommen.' Amen!

Ma» braucht uicht, wie Mauche th»u, an den launenhaften Gott der Themse, den blassen, uebelerzeugtc» Splee» zn denken oder an daö promethcische Lcberleiden, mit welchem Aldennc» uud andere respcctable Schildkrötenfreunde behaftet sind, um sich das liebenswürdige Aprilwetter auf dem Gesichte der Times zu erklären. Die Times lft nicht nnd kann nicht iuconsequent sei». Ihre ganze Seele geht l» einem einzigen Gedanken ans. Gleichviel, was sie sagt oder verschweigt: wenn sie letzt mit lhrcm ovv.. co., espondviit im Banat die Wasserwege nach der Küste stu- dirl, wenn ste Rübenzucker gegen Colonialzncker abwägt, wenn sie über die schweren Suudeil und hohen Tarife des Continents seufzt,'wenn sie den Neichsverweser hätschelt und die Dahlmanns hänselt, so will sie im Grunde damit nie etwas Anderes sagen als: Rule Britannia! Ein schönes Lied, ein stolzes Lied- Alle