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Russische Recrutirung in Polen.
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rer Bestimmung, nach den fernen östlichen Theilen des russischen Reiches cm. Rei­tende Kosacken mit eingelegten Piken umgaben in großer Zahl den Hausen der Rekruten.

Die Conscription in Städten ist von der auf dem Lande weuig unterschieden. Auch da wird mit List und Gewalt operirt. So ersahreu z. B. die Conscribir- ten nicht, ob sie tauglich befunden worden und überzeugen sich davon zu ihrer große» uud schreckenvolleu Ueberraschung erst in der Nacht, in welcher sie durch Kosacken-Gensd'armen- oder Jufanteriepatronillen aus dem Bett geholt wer­den. Es kommt dabei zu Prügeleieu, Verwundungen, sogar zu Todtschlägcn, denn Schreck, Ueberraschung und die Verwirrung der Schlaftrunkenheit haben häufig zur Folge, daß die jungen Lente Gegenwehr versuchen. Wer sich nicht fürchtet, in einer Nekrutirungsnacht die Straßen Warschans oder einer anderen großen Stadt zu durchschleichen, oder gar den Patrouillen nachzugche», wird Zuhörer, wohl auch Zuschauer, vieler solcher Scenen. Sie hinterlassen ihm für lauge Zeit einen innerlichen Schauder.

Cpifode ans dem ungarischen Kriege.

Die Schlacht bei Kapolna war geschlagen nnd verloren, die Schlachten von Topjo - Bitska, Jsaszeg nnd Gödöllö waren geschlagen nnd gewonnen, die Ocst- reichcr standen vor Pesth und ließen sich von Aulich uarrcn, während Damjanich auf Befehl Görgey's den alten Götz bei Wachen angriff, um den Weg nach Ko- morn zu forciren, die uugarische Tricolore war eutfaltet, nud mußte uuu zur Entscheidung kommen, wer siegen sollte, der Magyar oder der Oestreichcr.

Ich selbst zog zugleich mit der östreichischen Armee in Pesth ein, nm eine Mission zu erfülle«, die mir an's Herz gelegt worden war.

Es war nämlich der ungarischen Regierung von Paris nach Debreczin ge­meldet worden, daß ein vornehmer Engländer hiuabkommen werde und daß der­selbe in Constcmtinopel die ersprießlichsten Dienste leisten könne. Eine Rücksprache Mit Kossuth sei aber früher unerläßlich, der Lord sei bereits auf dem Wege nach Wien und eine verläßliche Person möge mit seiner Weiterbeförderung nach Debreczin be­auftragt werden. Beinahe zu gleicher Zeit kam von Wien die Meldung hinab, besagter Engländer sei daselbst angekommen und habe sich mit einem Passe des östreichischen Ministeriums nach Pesth begeben, nm dort den Zeitpunkt und. die Gelegenheit abzuwarten, weiter zu kommen. In Wiea halte er durch die Ver­wendung der englischen Gesandtschaft, welche von seinem eigentlichen Neisezwecke keine Kenntniß hatte, vom Fürsten Schwarzenberg mit Leichtigkeit ein Visum nach