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dem Ganzen loszulösen, kann Oestreich keine Nachbaren im Westen dulden, welche stark genug fiud, magnetisch anzuziehen. Und die Verbündeten von Oestreich sind die kleineu Königshöfe Deutschlands, mit ihren Hausinterrssen und dem beschränkten Egoismus, welchen die Herrschast über ein kleines abgeschlossenes Ganze zu geben pflegt, und bereits haben sich die Antipathien der Könige von Hannover, Sachsen, Baiern u. s. w. sehr förderlich für Oestreichs Wünsche gezeigt. Der Fehler aber, welchen das Cabiuet Schwarzenberg in seiner Berechnung der deutschen Schwäche macht, ist der, daß es den verständigen Vortheil der deutschen Völker und ihre ideale Sehnsucht nach Vereinigung in volksthümlichen Formen zu gering anschlägt.
Auf diesen Rechnnngsfehler der kaiserlichen Negierung baut Preußen seinen Plan. MU ihm sind jetzt die Wünsche und Hoffnungen der deutschen Patrioten, auch die unsern.
Der Verwaltnngsrath des deutschen Bnndesstaates.
Es hilft nicht zu klagen, daß die Fäden, aus denen ein deutscher BundeS- staat gewebt werden soll, jetzt allein durch die Häude der deutschen Regierungen laufen; es ist die Strafe der Völker dafür, daß sie im vorigen Jahre die ganze Angelegenheit ohne die Negierungen abmachen wollten. Anstatt der Nationalversammlung in der Paulskirche sitzt jetzt ein Verwaltuugsrath im Königlichen Hause zu Berlin, an die Stelle feierlicher Reden sind protokollarische Erklärungen getreten, die Weitschweifigkeit der Verhandlungen ist dadurch nicht geringer geworden und an dramatischem Interesse haben sie unendlich verloren, aber für unsere Zukunft sind sie nicht weniger wichtig als die Debatten der Paulskirche uud der Druck ihrer Protokolle hat, abgesehen von dem wichtigen Inhalt, auch noch den Vortheil, daß er den Leser mit den Hüllen bekannt macht, in welche sich ehrlicher Wille und schwache Wiukelzüge einkleiden, wenn sie fähig uud diplomatisch auftreten.
Wir versuchen unseren Lesern einen schnellen Ueberblick über die bedeutenden Verhandlungen des Verwaltungsraths seit dem Anfang dieses Monats zu geben.
Als der Verwaltungsrath in Folge des Dreikönigsbündnisses vom 26. Mai, aus Bevollmächtigten der einzelnen Staaten gebildet wurde, um die vorbereitenden Maßregeln für Constituirnng des Bundesstaates zu treffen, da traute man dieser Beamteucommisston sehr wenig zu. ES lag in seiner Zusammensetzung, der Form seiner Thätigkeit, ja auch in der Ernennung Bodelschwings zum Präsidenten für einen großen Theil der Deutschen nichts, was Zutrauen eingeflößt hätte. Seit der Zeit aber hat sich die öffentliche Meinung diesem Institut allmälig befreundet. Daß der Rath seine Protokolle bekannt machte, daß bei der Mehrzahl