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Strafen in Oestreich.
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der eisernen Bogenbrücken, an ihm hat die Welt verloren. Mein Unglück ist grenzenlos und ohne Beispiel sind die Qualen, die ich ausgestanden. Mein Lei­den wird ewig sein. Sie werden begreifen, daß ich an nichts zn denken vermag, als an mein Unglück. N»r der Wunsch, meinen Sohn zu befreien, belebt mich noch. Er ist nach Gratz transportirt, haben Sie Bekannte dort, o so gedenken Sie meines armen 18jährigen Sohnes.

F. v. Maderspach."

Die Nationalversammlung nnd die Parteien in Paris.

Vergangenen Montag hat die Nationalversammlung wieder ihre Sitzungen begonnen. Der Zudrang zu den Galerien ist ein sehr geringer gewesen, das Pu­blikum ist der Politik müde bis über die Ohren und die einstigen Magnete, welche in die Sitzungen zogen, sind daraus verschwunden und träumen im Exil von bessern Zeiteu. Nichts dcstoweniger hat die Assembler nationale ganz ihr altes Gepräge beizubehalten gewußt uud überall begegnen dem nengierigen Blick be­kannte Gesichter. Der Präsident Dnpm trägt noch dieselben schweren und mit dicken eisernen Nägeln beschlagenen Schuhe, welche längst in ganz Frankreich histo­risch geworden sind, der kleine Weltmann Thiers lächelt noch immer einem Jeden freundlich wohlwollend durch die Brille zn, die große, mit Warzeugcbirgen besäete Nase Tascherean's scheint au Umfang uud Jntensivität der Farbe während der Vacanzen gewonnen zu haben, nnd der starte Marquis Larochejaqneliu weiß noch immer die theatralisch-majestätische Pose znr Geltung zn bringen, welche dem letz­ten Sprößling großer Ahnen wohl geziemt. Was wird nns diesmal die Ver­sammlung wohl bringen, Gntcö oder Schlimmes? Wahrscheinlich einen Konsul auf Lebenszeit, und in welche Kategorie diese Gabe gehört, das ist im Voraus unmöglich zu entscheiden. So sehr aber auch jeder Pariser davon überzeugt ist, daß diese Würde auf Louis Napoleons Schulter gelegt werden wird, ebenso sehr ist er es auch davou, daß der Prinz sie nicht mißbrauchen, es nicht wageu wird, sich zum Kaiser ausrufe» zu lassen. Dazu fehlt ihm der Anhang, uud er hat bis jetzt nichts gethan, sich denselben zu verschaffen.. Seine Stellung zur National­versammlung ist eine schiefe, sie würde unhaltbar sein, wenn die eifersüchtigen Rei­bungen der Parteien ihn nicht sortwährend über dem Niveau der Wogen erhielten. Wie es mit den Sympathien der Assembtte für die republikanische Staatsform aussteht, können Sie daraus cutuehmen, daß von den siebenhundert fünfzig Depu­taten nicht weniger als fünfhi^ert neunzig ganz gute Nvyalisten sind. Diese geben sich alle mögliche Mühe, die Form des Gouvernements zn ändern, und da Napoleon Lonis keineswegs große Lust zeigt, einem Andern Platz zn machen nnd