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Zur Schleswig-Holstsinfchen Frage").
Im Jahr 1326 wurde durch die Waldemar'sche Constitution festgesetzt, daß Schleswig nie mit Dänemark vereinigt werden sollte. Im Jahr 1375 starb die Herzogsfamilie aus, welche seit 1236 in Schleswig regiert hatte, Schleswig fiel an das Holsteinsche Grafenhaus und blieb mit Holstein seitdem bis auf den heutigen Tag unter gemeinschaftlichem Landesherrn vereinigt. Umsonst suchte in 25- jährigem Krieg (1404 — 29) König Erich von Dänemark die Herzogthümer sich zu unterwerfen. Nach dem Aussterben des alten Hauses wählten im Jahre 1460 die Schleswig-Holsteinschen Landstände, welche aus der höheren Geistlichkeit, dem Adel und Abgeordneten der Städte bestanden, den König Christian I. von Dänemark, Schweden und Norwegen zum Schleswig-Holsteinischen Landesherrn, unter der ausdrücklichen Bedingung, daß er nicht als König von Dänemark, sondern als frei gewählter Schleswig-Holsteinischer Landesherr die Regierung in Schleswig und Holstein führen solle. Ueber die Bedingungen, unter welchen Christian I. die Regierung erhielt, stellte er einen Freiheitsbries aus, in welchem er bekennt: daß ihn Prälaten, Ritterschaft, Städte und Einwohner von Schleswig und Holstein aus freiem Willen und aus Gunst zu seiner Person zum Landesherr« angenommen, und ihm gehuldigt haben, nicht als einem Könige zu Dänemark, sondern als einem Landesherrn von Schleswig und Holstein. Ferner sicherte Christian I. in diesem Freiheitsbriefe eidlich für sich und alle
") „Ueber die Ursachen und die Bedeutung des Krieges zwischen Deutschland und Dänemark." Schleswig 1849, Brühn. In demselben Verlage sind noch folgende, die Schleswig- Hvlsteinsche F-age betreffende Broschüren erschienen:
„Meine Erlebnisse in dänischer Gefangenschaft." Von vr. I. A. Marcus. „Die Gewissensfrage der Schleswigschen Beamten." Vom Prediger Baumgartcn. „Der diesjährige Dänenkrieg und sein Ausgang — bis auf weiter." Von Ludolf Wienbarg.
Wir entnehmen demselben folgende Charakteristik dänischer Capacitäten. „Carl Moltke, dcr Verräther an seinem Schleswig-Holsteinischen Valerlande, gebrandmarkt unter seinen eigenen ritterschaftlichen Genossen. Dein sm-am»» tlisologus Claussen, Unschlitt von unserer großen Schleiermachcr'schen Kerze. Pastor Grundtvig, diese aus unserm Jean Paul, dem Wandsbccker Boten, Schlözer, La Motte Fouqus, Harms und der nordischen Edda zusammengestöppelte Originalitätslüge. Orla Lehmann, der deutsche Abenteurer in skandinavischer Politik. Staatsminister Oerstedt, diese logische Fabrikuhr mit der einen altdänischen Unordnung, die sie wieder ganz unbrauchbar macht für deinen Zeitbedarf u. s. w."
„Ueber die angebliche Vertreibung dänisch gesinnter Einwohner der Herzogthümer Schles- wig-Holstein."
Grenzboten. iv. 1849. 12