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Aus Steiermark.
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geben so vieler Braven und die Leiden, wovon die w.enigen Nückkehrenden zu erzählen wissen, nähren Unzufriedenheit und erregen Bestürzung.

Graf Vikcnl'urg gesegneten Andenkens! hat nun als Privatmann in Gratz ein Quartier gemiethet, von seiner persönlichen Hieherkunft verlautet aber noch nichts; joder Nachfolger wird im Vergleich zu ihm einen schweren Stand haben, denn die amt­liche, bürgerliche und persönliche Achtung zu vereinigen, gelingt, wie ihm, nicht so leicht Einem hochgestellten Beamten. Wer noch Hieher kommt, ist ungewiß; wir wünschen bei dem gegenwärtigen besonders schwierigen Stand der Dinge sehr dringend eine glückliche Wahl und ein schnelles Ende des provisorischen Zustandes, unter dem wir leiden.

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Aufzählung der Schriften über den Erzherzog Johann.

(Aus Steiermark.)

Als man vor wenig Jahren hier in Oestreich und uoch mehr in Steiermark jedes Wort und jedes Lob, das diesen kaiserlichen Prinzen betraf, ans die Wage legen mußte und unsere Redaktionen sich scheuten, Etwas über ihn aufzunehmen da dachte man nicht, daß derselbe einst das Haupt und die Hoffnung Deutschlands werden würde! - Es wird nicht uninteressant sein, zusammen zu stellen, was über sein Le­ben nud seine Thätigkeit vor seiner verhängnißvollen Stellung geschrieben wurde. Ein Artikel über seine Persönlichkeit erschien 184!) in derEuropa" und ein anderer, welcher sein litcrarisches Wirken besprach, 1846 in den Blättern für Literatur und Knnst von Schmidt. Besondern Werth hat C. C. Schimmer'sLeben nnd Wirken des Erzherzogs Johann," im Verlag von C. G. Kunze in Mainz, besonders des­halb,, weil der Erzherzog selbst dazu Material lieferte, deshalb gibt das Buch Auf­schlüsse über vieles bisher Unbekannte. Es verbreitet sich über das ganze bisherige Wirke» des Erzherzogs von seinem ersten öffentlichen Auftreten bis auf unsere Zeit, und schildert den Herrn als wissenschaftlich und vielseitig gebildeten Menschen, als Taktiker und Soldaten, als Landwirth nud Techniker, und als Freund nnd Familien­vater, es erzählt seine Reisen und Fcldzüge, seine Stiftuugeu, seine Verbindungen mit Hormaycr nnd Prof. Müller und endlich seine Beziehungen zu Deutschland.

Vor mehrcrn Jahren erschien in Gratz bei Lcytom: ein illustrirtes Por­trät, seitdem schon in zweiter Auflage, welches sich aus sein väterliches Wirken in Steiermark bezieht; das Gelungenste bleibt aber immer die Copie des Krieseberg : i» dem Festgeschcnk an die Land- nnd Forstwirthe zur zwanzigsten Versamm­lung in Gratz.

Biographien lieferte noch Fried. Althaus:das Buch vom d e u tsch en Reichs« Verweser" Leipzig, bei Otto Spanier, eine kurze aber übersichtliche Skizze mit Illustrationen und gefälligem Aeußern, dann Dr. Schncidcwind:das Leben des Erz­herzogs Johann, mit besonderer Berücksichtigung der Feldzüge 1800, 1805, 1809 nnd 1815," Schaffhausen, bei Hnrter, wovon die Beschreibung der Feldzüge den größten Theil einnimmt.

Ein gediegene ausführliche Lebensbeschreibung besonders in Bezug auf sein se­gensreiches Wirken für Literatur und Kunst, Landbau und Gewerbe in Jnner- östrcich bleibt doch noch zu wünschen. «^

Verlag von F. L. Hcrbia. Redacteure: Gustav Freytag und Julian Schmidt.

Druck von Friedrich Andrä»