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Der dänische Genetals Rye und der Kampf in Jütland.
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die zur Erhellung des Terrains geworfenen Leuchtkugeln ein erschütterndes, gewal­tiges Schauspiel. Dem Nye wurde gleich im ersten Anstürmen ein Pferd er­schossen. Seine Adjutanten bateu ihn, sich zu schonen, er antwortete heiter und ruhig: Die Kugeln genireu mich nicht. Darauf wurde ihm das zweite Pferd er­schossen. Jetzt giug er zu Fuß vorwärts, hinter der Schlachtln'ie seiner Batterie, seiue Soldaten anfeuernd. Wo sich ein Schwanken im Vorrücke» zeigte, sprang er voran und rief:Vorwärts Kameraden! heute darf Niemand zurückbleiben!" Sein fröhlicher Mnth clektrisirte Alle, aber das Feuer von der im sichern Verdeck der Schanzen arbeitenden feindlichen Südbatterie war furchtbar. Der Tag brach an. Um an ihre Flanken zu gelangen, war eine Strecke Wald und Feld zu passi- ren, seine Brigade trat in den offenen Raum und hier wurde Nye durch eiuen Schuß im Schenkel darniedergestreckt. Im Niederstürzen wird er von einem Flintenschuß von unten nach oben durch den Unterleib tödllich verwundet. Man glaubt, daß er entweder von einem in den Kornfeldern versteckten Marodeur zum Ziel gewählt wurde, oder durch ein zufällig verkehrt abgefeuertes Gewehr den Tod gefunden hat. Merkwürdig ist, daß er nicht von den Ambulancen gefunden und fortgebracht worden ist. Schmerz und Wuth ergriff, als die Kunde sich ver­breitete, seine ganze Brigade, und in einem Nu waren die nächsten Schanzen in denKohlen" bestiegen und nach wüthendem Widerstand erobert. Als endlich die Sonne nach vielen Regen- nnd Nebeltagen prächtig hervorbrach, bestrahlte sie die 13 erstürmten Schanzen, die verstummteu l68pfnndigen Mörser nnd die vielen gefallenen Braven. Da fand man auch in einem Kornfeld die Freude des däni­schen Heeres, den sterbenden General. Seine Gesichtszüge waren rnhig nnd hei­ter wie immer. Im letzten Augenblicke soll er den Sieg der Seinigen erfahren und seine hinterlassene Familie, wie seinen Freund Schleppegrell, dem Vaterlande empfohlen haben.

Die östreichischen Feldherrn in Ungarn nnd die Jnden.

Die östreichischen Obercommandanten in Ungarn haben gewiß eine schwierige Aufgabe. Wenn dem nicht so wäre, hätte man nicht nöthig gehabt, die Russen zu Hilfe zu rufen. Und doch haben sie noch freiwillig eine kleine Nebenaufgabe übernommen nnd mit dem großen Feldzuge gegen die Ungarn noch einen kleinen Kreuzzug gegen die ungarischen Juden verbinden zu müssen geglaubt.

Schon Fürst Windischgrätz machte die Juden solidarisch sür einander verbind­lich. Wenn ein Jude den Rebellen irgendwie Vorschub leistete, mußte seine Ge­meinde dafür zwanzigtausend Gulden Strafe zahlen. Melden, ungeachtet er doch sonst den ganzen Operationsplan änderte, fand nicht nöthig, diese Verfügung auf-