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edlen Mannes bis in sein änßeres Gebühren verfolgt, daß er nicht raucht u. s. w. Diese Anschauungsweise gehört wesentlich der jetzt abgeschlossenen Periode an. Um unsere Männer kennen zu lernen, hat man nicht mehr nöthig, sie in ihrem Cabi- net zu belauschen; Intimität gehört nicht mehr zum Verständniß. Die Rednerbühne, der Markt, allenfalls das Feldlager sind offen für jeden Blick; die Herzensgeschichte überläßt man dem Roman.
Daß damit die Kunst einen neuen Styl annehmeu muß, ist evident. Früher mußte man sein überquellendes Herz in einsamer Lyrik ausströmen, jetzt aber ist es aller Welt verstattet, so laut zu seiu, als es die unmittelbare Stimmung mit sich bringt. Von der Poesie wie vom Leben wird man jetzt nicht mehr Energie der Stimmung fordern, sondern Energie des Charakters. Man gewöhnt sich, die Helden des Lebens in ihrer Totalität zu übersehen, man wird auch in der Dichtung in reiner Fassung suchen, was die Wirklichkeit durch äußerliche und zufällige Zuthaten vermischt: Eiuheit und Totalität.
Lamartine's Geschichte der Revolution von 184«.
Früh genug hat sich Herr v. Lamartine in der Lage gesehn, seine Rolle als Staatsmann wieder mit der bescheidneren eines Gcschichtsschreibers vertauschen zu können. Die Popularität verbraucht sich iu Frankreich unglaublich schucll, der Waukelmuth der Berliner ist Nichts dagegen. In den ersten Tagen der Revolution wie ein Halbgott verehrt — selbst die auswärtigen Nationen beeilten sich, in diesen Cultus mit einzustimmen — findet er jetzt mit Mühe, in einer Nachwahl, und auch hier nicht ohne Intriguen, ein bescheidenes Plätzchen in der gesetzgebenden Versammlung.
Die historische Darstellung eines Zeitalters, dessen Pendelschwingungen noch fortdauern, kann immer uur in der Form von Memoiren auftrete»; sie wird um so werthvoller für den spätern Geschichtsschrciber sein, je genauer sie sich an die eignen, unmittelbaren Erlebnisse hält. Nun sollte man meinen, daß zu einer gründlichen Auseinandersetzung der Pariser Ereignisse vom Febrnar bis zum Juni Niemand geeigneter wäre, als unser Autor. Er stand überall mitten in den Begebenheiten, hatte alle Fäden in seiner Hand, und ist doch seiner poetischen Natur nach zu objectiv, um sich durch ein einseitiges Parteiintercsse leiten zu lassen.
Aber seine persönliche Eitelkeit, die Alles übersteigt, was man in Fabeln erdichtet hat, läßt ihn zn einer einfachen Darstellung nicht kommen. Der erste
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