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Votum über die letzte deutsche Bewegung.
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Man darf es sich nicht verhehlen, die Reaction richtet sich täglich drohender auf nnd über kurz oder lang kann es dahin kommen, daß man die Revolution wieder wird von vorn anfangen müssen. Wer aber soll sich dann an die Spitze stellen, wenn alle entschiedeneren Männer als Rothe verschrieen und decretirt wer­den? Werden etwa die Gemäßigten selbst, die Männer der richtigen Mitte es als­dann versuchen, das Volk zn den Barrikaden zn rufen? Wir haben alle Achtung vor diesen Männern, wir wissen, daß sie in ihrer großen Mehrzahl es ehrl'ch meinen, und daß sie in ihren Reihen viel mehr politische Kapacitäten zählen als die Radikalen. Aber was dieser Partei ganz fehlt, das ist die revolutionäre Energie, mit der selbst unsere Qnasi-Montagnards nicht im Ueberflusse versehen sind und sie versteht durchaus nicht, die Massen in Bewegung zn setzen.

Im März vorigen Jahres waren es ebenfalls nicht die liberalen Professoren und die Oppositions-Koryphäeu aus den alten Stäudeversammlungen, die in ein paar Tagen den Absolutismus stürzten. Soudern uubesonnene junge Leute, radi­kale Tollköpfe und Politiker dritten Ranges waren es, denen wir damals den Sieg verdankten. Diesmal aber wird der Kampf noch viel ernster und hitziger werden, denn damals wurde der Feind überrascht, jetzt aber ist er gerüstet und vorbereitet. Wir wollen nicht den Uuglücksprophetcn machen, aber wenn es so fortgeht, wird es bald nicht mehr auszuhalten sein, vor lauter Ruhe, Ordunng und Sicherheit und da dürfte am Ende mancher jetzigeGutgesinnte" die Thätigkeit der Wühler schmerzlich vermissen und vielleicht wie König Richard rufeu: Ein Wühler! Ein Wühler! Fünf Königreiche und ein Kaiserthnm für ciueu Wühler!

Das Wesen der Revolution.

Entgegnung auf das vorstehende Votum.

Der Verfasser der vorstehenden Abhandlung hat sehr recht, weun er die Be­hauptung der cvnservativcn Presse, die letzte Jnsurrection in Sachsen, Baden, der Pfalz und Rhcinprovinz habe einen andern, weiter gehenden Zweck gehabt, als die gewaltsame Durchführung der Neichsverfafsnng vom 28. März, als unbewiesen zurück­weist. Jene Behauptung ist zum großen Theil aus einer Gefühlscolliflvn vieler Con- stitutionellen zu erklären, die einerseits durch ihre Anerkennung der Neichsversassung sich für verpflichtet hielten, znr Verwirklichung derselben das ihrige zu thun, uud die andererseits sich nicht entschließen konnten, an den gewaltsamen Mitteln, welche eine ihnen bis dahin fremde oder feindliche Partei znr Verfolgung desselben Zweckes anwandte, sich irgendwie zu l'etheiligcn. Um nun diese, aus andern