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Das Grenzregiment der Likkaner.
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Das Grenzrestiment der Likkaner.

Zu Oestreichs trencsten u»d tapfersten Schaarcn zählen unstreitig die Likkaner Grenzer. Die mobilen Bataillone des Likkaner Grenzregiments und dessen Land­sturm haben sich vor Wien und in Ungarn furchtbar gemacht, den gewichtigsten Klang jedoch hat der Name Likkaner in Italien. Keinen östreichischen Soldaten fürch­tet der Lombarde nnd Sardinier so sehr, wie die kroatischen nnd slavonischen Gren­zer; unter diesen aber zunächst die Likkaner, Otoczaner und Gradiscaner!l^c-mi, Otocimi, vi-ildisc-uiij tutti e-uiiü" ist ein im letzten Kriege neu erwachsenes ita­lienisches Sprichwort.

Die Likkaner sind ein urwüchsiges Gebirgsvolk, wenig gebildet, aber bedeu­tend bildungsfähig, von äußerst kräftigem Körperban, in jeder Hinsicht abgehärtet, knochig und sehnig, meist hochgewachsen, doch in der Regel hager und von fahler, fast leidender Gesichtsfarbe. Ihre Köpfe sind härter, ausdrucksvoller als in den übrigen kroatischen Grenzen, nicht selten von einem sehr leidenschaftlichen Gepräge. Im Kriege ist der Likkaner kühn, äußerst gewandt, von Jugend auf übt er sich selbst in den Waffen, vom Alter der Mannbarkeit an wird er in Reih und Glied gestellt und ordentlich exerziert. Am besten läßt er sich beim Ueberfall, beim An­griff, beim Sturm verwenden; seine List und Behendigkeit, das Imposante und Erschreckende seines wilden Hervorbrechens, befähigen ihn ganz besonders zu dem ersteren. Seine Lebensweise in der Heimath läßt ihn die härtesten Strapatzen, Mangel und Entbehrung während des Krieges leicht ertragen. Der Likkaner führt daheim in seinen Bergen ein mühsames, arbeitsvollcs Leben, dem magern Boden vermag er nur wenig abzutrotzen, ja bei aller Anstrengung muß er nur zu häufig bittere Noth, ja Hunger leiden! Die Likka ist der zumeist gegen We­sten vorgeschobene Theil des östreichischen Grenzcordons*), gebirgig, unwirthlich uud fast unwegsam, einer Masse von beinahe jährlich wiederkehrenden Elementar-

Der östreichische Grenzcordon zerfällt in vier Haupttheile mit folgenden Unterabthei-

lungcn.

^V. Die siebenbürger Militärgrenze mit den Szcklergrcnzhusaren.

lj. Die Banatergrenze mit den drei Regimentern: 1)Deutschvanat-Pancevaer, 2)Jly- rischvanat oder Weißkirchncr und 3) Wallachilchvanat oder Karansebescher.

0. Die slavonische Militärgrcnze, zu welcher das Peterwardeiner, Broder und Gra- diskaner Regiment mit den Stavsorten: Mitrowitz, Vinkowze und Neugradiska ge­hören.

0. Die kroatische Grenze; dazu zählt man folgende Grenzregimcnter: I) das Kreuzer, 2) das St. Georgcr, Z u. 4) das erste und zweite Banalregiment, 5) dasOguliner, 6) das Slumer, 7) das Otozaner, 8) das Likkaner Grenzregiment.